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Von der Geologie bis hin zu Streuobstwiesen
Von der Geologie bis hin zu Streuobstwiesen
Biosphärenmobil beschäftigt sich mit verschiedenen Themen
Mit dem Biosphärenmobil gibt es für Schulkinder viel zu entdecken.
Das Biosphärenmobil wird auch an Schulen vermietet. Erlebnis, Entdeckerfreude, Forschertätigkeit und nicht zuletzt Spaß stehen für die Schüler beim Einsatz des Biosphärenmobils im Vordergrund. Das Themenangebot, mit dem der NABU Antworten auf Fragen zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb geben möchte, richtet sich an die Klassenstufen drei bis sechs und wird auf die jeweilige Schulart abgestimmt. Die Themen, die durch spielerische Methoden und Sinneswahrnehmung ergänzt werden, orientieren sich an den Bildungsplänen, so dass ein Einsatz des Mobils in den laufenden Unterricht eingebaut werden kann. Das Einsatzgebiet beschränkt sich auf das Biosphärengebiet Schwäbische Alb und die angrenzenden Gemeinden.
Das Biosphärenmobil kommt, je nach Wunsch, entweder für einen Vormittag oder für einen ganzen Tag an die Schule und macht dort auf dem Pausenhof Halt. Bei schlechtem Wetter sollte in der Schule ein geeigneter Raum (Klassenzimmer oder Werkraum) zur Verfügung stehen. Während der Bearbeitung der Themen werden die Klassen in Gruppen mit jeweils maximal zehn Kindern aufgeteilt, die an verschiedenen Entdeckertischen arbeiten. Der genaue Ablauf einer Einheit hängt von der Klassenstufe und dem (Vor-)Wissen der Schüler und Schülerinnen ab.
Informationen zu den Buchungsbedingungen finden Sie am Ende der Seite.
Die einzelnen Themen werden im Folgenden vorgestellt:
Die Geologie der Schwäbischen Alb ist einzigartig
Geologie und Landschaftsentwicklung
Die Geologie der Schwäbischen Alb ist einzigartig – die Alb ist Teil der südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft und bildet zusammen mit der Fränkischen Alb das größte zusammenhängende Karstgebiet Deutschlands. Zahlreiche Höhlen, Dolinen, Trockentäler, Schicht- beziehungsweise Karstquellen können in der Landschaft entdeckt werden.
Um zu erfahren, was Fossilien überhaupt sind und wie sie entstehen, stellen die Kinder Fossilienabgüsse aus Gips her. Spiele und Aufgaben bringen ihnen die Entstehung der Alb, Fossilien und die Verkastung näher. Anhand eines Fühlkastens lernen die Schüler die typischen Gesteine der Alb zu unterscheiden.
Die Schüler lernen unter anderem die Tierwelt des Waldes besser kennen.
Wald
Wälder liefern nicht nur den wertvollen Rohstoff Holz, sondern sind auch Lebensraum für unzählige Tier-, Pilz- und Pflanzenarten. Zudem speichern die Bäume CO2 und geben den lebensnotwendigen Sauerstoff ab. Der dauerhafte Schutz und Erhalt des Waldes mit seiner lebendigen Vielfalt ist also ein wichtiges Ziel für die Gesellschaft. Die Hangbuchen- und Hangschuttwälder entlang des Albtraufs, die Schluchtwälder in den tief eingeschnittenen Seitentälern sowie die klassischen Kuppenwälder der „Kuppenalb“ sind charakteristisch für das Biosphärengebiet.
Am NABU-Biosphärenmobil lernen die Kinder verschiedene Hölzer kennen. Sie bekommen erläutert, welchen Stellenwert der Rohstoff Holz in der heutigen Gesellschaft einnimmt und in welchen Bereichen Holz verwendet wird. Damit die Kinder mehr über die Tierwelt des Waldes erfahren, stellen sie anhand von Gipsabdrücken Tierspuren her oder basteln einen Holzanhänger und erhalten weitere Aufgaben zum Wald, zum Leben im Wald und zur Waldnutzung.
Das NABU-Biosphärenmobil zeigt den Kindern, wie wichtig Streuobstwiesen für die Natur sind.
Streuobstwiesen
Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Ökosystemen Europas. Rund 5.000 Tier- und Pflanzenarten finden hier ihren Lebensraum. Zudem besitzen die Streuobstwiesen eine herausragende Bedeutung, da rund 3.000 Obstsorten allein in Deutschland auf ihnen wachsen und alte Obstsorten dadurch erhalten werden. Deswegen gehören Streuobstwiesen zu den schützenswerten Landschaften. Doch sie sind gefährdet. Vor allem durch Bebauung und mangelnde Pflege gehen die Bestände drastisch zurück. Im Albvorland gibt es noch große zusammenhängende Streuobstwiesen, die für den Vogelschutz äußerst wichtig sind und das typische Landschaftsbild prägen.
Das NABU-Biosphärenmobil zeigt den Kindern, wie wichtig Streuobstwiesen für die Natur sind, wie sie genutzt und gepflegt werden, welche Tiere dort eine Heimat und Nahrung finden, welches Obst dort wächst und was daraus gemacht werden kann. Damit die Kinder den Wert einer Streuobstwiese „erleben“ lernen sie etwas über Wildkräuter und basteln einfache Nisthilfen für Insekten.
er ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen ein landesweit bedeutsames Zentrum der Wanderschäferei
Schäferei – Wacholderheiden
Während es in Deutschland immer weniger herumziehende Schäfer zu sehen gibt, ist der ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen ein landesweit bedeutsames Zentrum der Wanderschäferei. Etwa 30.000 Schafe beweiden in traditioneller Hütehaltung große, zusammenhängende Weideflächen. Die Beweidung führt zu einer großen Artenvielfalt – die charakteristischen Kalkmagerrasen und Wacholderheiden mit ihren zahlreichen Tier- und Pflanzenarten entstehen durch die selektive Nahrungsaufnahme der Schafe, die weiche und wohlschmeckende Kräuter bevorzugen.
Die Schüler lernen am NABU-Biosphärenmobil, warum die Schäferei wichtig ist und erfahren, wie Wacholderheiden und Kalkmagerrasen entstehen. Bei Aktionen und Aufgaben werden diese Kenntnisse vertieft. Auch das Basteln kommt nicht zu kurz. Schafwolle wird von den Kindern durch Trocken- und Nassfilzen zu kleinen Bällen oder Ähnlichem geformt. Die Schüler sollen erleben, wie sich Schafwolle anfühlt und wissen, was man alles aus ihr herstellen kann.
Die Kinder lernen den Unterschied von biologischem und konventionellem Getreideanbau kennen.
Getreide
Getreideanbau spielt für die Ernährung des Menschen eine wichtige Rolle. Aus Weizen und Dinkel wird Brot hergestellt, Gerste zum Bierbrauen und Hafer bei der Tierfütterung verwendet. Im Biosphärengebiet Schwäbische Alb werden alte Getreidesorten, denen das raue Klima und die steinigen Böden nichts ausmachen, wieder gezüchtet. Auch der Linsenanbau hat auf der Schwäbischen Alb eine lange Tradition. Ende der 1950er-Jahre wurde er aufgrund geringer Erträge und einem hohen Arbeitsaufwand jedoch eingestellt. Erst im Jahr 1985 besannen sich die Landwirte erneut der Tradition und begannen mit dem Wiederanbau alter Linsensorten, den sogenannten „Alb-Leisa“. Die alten Getreidesorten kommen im Biosphärengebiet gut an, die Regionalität liegt im Aufwärtstrend.
Mit dem NABU-Biosphärenmobil lernen die Kinder den Unterschied von ökologisch / biologischem und konventionellem Getreideanbau sowie die besonderen Anforderungen beim Anbau durch das Klima und die Böden im Biosphärengebiet kennen. Anhand von getrockneten Getreideähren erfahren sie die Unterschiede der Getreidesorten. Damit die Schüler sehen, welche Nahrungsmittel aus den Getreidekörnen entstehen, quetschen und mahlen sie das Getreide mit Handmühlen und bereiten Müsli zu.
Die Schüler erfahren, was sich hinter dem Begriff regenerative Energien verbirgt.
Energie
Egal ob wir das Licht anmachen, uns etwas auf dem Herd zu Essen kochen oder fernsehen, überall benötigen wir Strom. Doch woher kommt dieser? Mit dem NABU-Biosphärenmobil lernen die Schüler die verschiedenen Erzeugungsmöglichkeiten kennen und bekommen erläutert, was sich hinter den Begriffen fossiler und regenerativer Energie verbirgt. Sie erfahren, wie nachwachsende Rohstoffe zur Energiegewinnung genutzt werden können und welche davon im Biosphärengebiet angebaut werden. Es wird außerdem ein Bezug zu vergangenen Jahrzehnten hergestellt und was sich im Alltag seither alles verändert hat. Dabei sollen sich die Kinder Gedanken machen, wo sie Einsparmöglichkeiten von Strom sehen. Die Schüler experimentieren mit einem Solarbaukasten, indem sie aus einzelnen Teilen einen Stromkreis aufbauen, einen Solarhubschrauber oder Ähnliches zusammensetzen und den durch die Solarzellen erzeugten Strom nutzen. Außerdem bekommen sie anschaulich gezeigt, wie man mit Hilfe eines Solarkochers Tee zubereitet.
Die Kosten
Das NABU-Biosphärenmobil kommt für mindestens drei Stunden an eine Schule. Eine Einheit umfasst 1,5 Stunden. Für eine Klasse bietet sich ein dreistündiger Einsatz an. Mit einer kleinen Pause können bei drei Stunden aber auch zwei Klassen daran teilnehmen.
Von den Schulen erbittet der NABU einen kleinen Beitrag zu den Personal- und Materialkosten:
Drei Stunden für maximal 30 Schüler (oder zwei Mal 1,5 Stunden) kosten 90 Euro netto. Sieben Prozent Mehrwertsteuer müssen hinzugerechnet werden.
Fahrtkosten fallen keine an. Bei Einsätzen außerhalb des Biosphärengebiets berechnet der NABU für die An- und Abreise 0,35 Euro pro Kilometer (Berechnung der Strecke ab der Grenze des Biosphärengebiets).
Rücktrittsregelung
Nachdem Sie eine schriftliche Zusage (per Post oder E-Mail) erhalten haben, gilt die Veranstaltung als gebucht. Die Absage eines Termins muss spätestens drei Wochen vor dem vereinbarten Termin erfolgen. Danach erheben wir eine Ausfallgebühr von 60 Euro.
Eine wetterbedingte Absage ist für beide Seiten bis zum Vorabend des vereinbarten Termins möglich. Im Idealfall wird gleich ein Ersatztermin vereinbart.
Informationen für Ihre Vorplanung
Bitte suchen Sie einen geeigneten Platz auf dem Schulhof. Ein Platzangebot von rund 70 m² ist ausreichend. Auf der Standskizze können Sie sehen, wie die einzelnen Elemente dann aufgebaut werden.
Wir versuchen, die Einsätze möglichst bei jedem Wetter auf dem Schulhof durchzuführen. Sollte das Wetter zu schlecht sein, kann der Termin nach Rücksprache am Vorabend mit dem NABU (Steffen Schretzmann) verschoben werden.
Alle Teilnehmer sollten für den Einsatz im Freien zweckmäßig gekleidet sein.
Kontakt
Haben Sie Fragen oder möchten Sie das NABU-Biosphärenmobil für Ihre Schule buchen, dann wenden Sie sich bitte an:
Steffen Schretzmann
E-Mail: Biosphaerenmobil@NABU-BW.de
oder mobil unter 0160 / 916 90 838
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