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Neuer Infopfad im Wollmatinger Ried
Neuer Infopfad im Wollmatinger Ried
NABU und RP stellen Perlen der Natur am Bodensee vor
28. Juli 2010 - Regierungspräsident Julian Würtenberger hat an der Ruine Schopflen auf dem Reichenaudamm gemeinsam mit dem NABU den neuen Infopfad im Wollmatinger Ried eröffnet. Der Infopfad ist ein Teilstück des internationalen Bodenseepfads. Er informiert über Lebensräume, Tiere und Pflanzen dieses Naturschutzgebiets, das mit dem Europa-Diplom des Europarats ausgezeichnet ist. Beauftragt und finanziert wurde dieser naturkundliche Lehrpfad vom Regierungspräsidium Freiburg.
Feierliche Eröffnung mit Bürgermeister Dr. Wolfgang Zoll, Regierungspräsident Julian Würtenberger, Landrat Frank Hämmerle und NABU-Landesgeschäftsführer Uwe Prietzel (v.l.n.r.)
„Unsere phantastische Natur am Westlichen Bodensee ist ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem wir punkten können“, betont der Freiburger Regierungspräsident. „Oberstes Ziel muss es sein, diese unvergleichlichen Naturräume mit ihren Pflanzen und Tieren für die Zukunft zu erhalten, zu sichern und sie den Menschen nahe zu bringen. Ich möchte mich an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit zwischen Naturschutzverwaltung und dem NABU bedanken.“
Infos über Wasservögel und vieles mehr bietet der neue Infopfad. Im Bild: Kolbenente.
Inhaltlich und gestalterisch konzipiert wurde der Infopfad vom Grafikbüro „Pragma Design“ in Zusammenarbeit mit dem NABU Konstanz. „Wir sind sehr froh, die unvergleichliche Natur und Artenvielfalt des Wollmatinger Rieds auf einem Teilstück des Bodenseepfads präsentieren zu dürfen“, freut sich Uwe Prietzel, Geschäftsführer des NABU Baden-Württemberg.
Auf 25 Tafeln entlang des Reichenauer Damms und des Gottlieber Wegs sowie auf den Beobachtungsplattformen Schopflen und Hegne werden Tier- und Pflanzenarten und verschiedene Lebensräume dargestellt. Besucher können sich beispielsweise auf dem Reichenauer Damm über das Leben im Schilf informieren oder auf der Beobachtungsplattform Schopflen Wasservögel des Bodensees und ihre Ernährungsweise kennen lernen. Am Gottlieber Weg erfährt man viel Wissenswertes über die artenreichen Streuwiesen und die Entstehung des Bodensees. Kinder werden durch das Blässhuhn „Blässi“ auf Besonderheiten am Wegesrand hingewiesen.
NABU-Landesgeschäftsführer Uwe Prietzel bei der Einweihung des Pfades.
Begleitend zum Pfad gibt es ein Informationsblatt, auf dem alle Standorte vermerkt sind. Die Tafeln können auch einzeln über die Homepage des Naturschutzzentrums aufgerufen werden. So können beispielsweise Lehrer die Informationen gezielt zur Vorbereitung einer Exkursion zum Bodensee nutzen. Das Wollmatinger Ried zeichnet sich dadurch als besonders anziehender, außerschulischer Lernort aus, um gerade Kindern die Natur näher zu bringen.
„Die Bodenseelandschaft ist um eine weitere Attraktion reicher“, meinte Bürgermeister Dr. Wolfgang Zoll von der Gemeinde Reichenau. Gerade am Untersee werde Naturtourismus ein immer stärkerer Wirtschaftsfaktor und eine Einnahmequelle für eine ganze Region. „Ein weiterer Mosaikstein wird mit der Eröffnung des Infopfades heute der Öffentlichkeit übergeben“.
Internetseite des NABU-Naturschutzzentrums Wollmatinger Ried

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