Baden-Württemberg.NABU.de Projekte Stuttgart 21
NABU protestiert weiter gegen Stuttgart 21
Gewalt? – Nicht mit uns!
NABU verurteilt jede Form von Gewalt und ruft zum friedlichen Protest auf
24. Juni 2011 - Im Juni 2011 kam es bei Anti-S21-Demos zu gewalttätigen Übergriffen auf Polizisten. Der NABU distanziert sich von allen gewalttätigen Akteuren und verurteilt die Übergriffe aufs Schärfste. Alle S21-Gegner sind aufgerufen, weiterhin friedlich zu protestieren und Polizisten sowie S21-Befürwortern mit Respekt zu begegnen - auch bei unterschiedlicher Auffassung in Sachfragen.
NABU ruft auf: "Herr Mappus, ...
... prügeln Sie Stuttgart 21 nicht einfach durch!“ / Offener Protestbrief
01. Oktober 2010 -
Der NABU Baden-Württemberg kritisiert das rabiate Vorgehen der Landesregierung gegen die vielen friedlichen Baum- und Parkschützer am gestrigen Donnerstag (30.09.) scharf. „Die von Ministerpräsident Stefan Mappus geforderte Härte der Einsatzkräfte gegen seine Bürgerinnen und Bürger ist unerträglich und macht uns sehr betroffen“, erklärt Dr. Andre Baumann, Vorsitzender des NABU Baden-Württemberg, der ebenso wie viele weitere NABU-Aktive gestern friedlich im Park demonstriert haben. „Eine Landesregierung muss auch mit Menschen, die eine andere Meinung vertreten, besonnen und souverän umgehen. Das hat unsere Regierung gestern schmerzlich versäumt.“
„Herr Mappus, versuchen Sie nicht, S21 gegen den Willen der Bevölkerung durchzuprügeln“, fordert Baumann. „Suchen Sie den – ergebnisoffenen – Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern – und strecken Sie den Projektgegner nicht die Faust, sondern die offene Hand entgegen!“ Der NABU spricht sich seit Mitte der 1990er-Jahre gegen die Planung Stuttgart 21 und für das Alternativprojekt K 21 aus.
Der NABU fordert alle Mitstreiter auf, sich weiterhin nicht provizieren zu lassen und friedlich Signale zu setzen. Jeden Einsatz von Gewalt lehnt der NABU streng ab.
Offener Brief an CDU-Franktionschef Peter Hauk von NABU, BUND und LNV
Die drei baden-württembergischen Umweltverbände BUND, LNV und NABU haben heute (30.9.10) an CDU-Landtagsfraktionschef Peter Hauk einen offenen Brief gesendet. Darin üben sie scharfe Kritik an der Haltung der CDU-FDP-Regierung und ihrem Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern im Schlosspark. Zudem sagten die drei Verbandsspitzen vor diesem Hintergrund einen seit langem für heute geplanten Gesprächstermin mit Fraktionschef Hauk kurzfristig ab.
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Offener Brief an Peter Hauk zu Stuttgart 21-Protesten am 30.9.
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Stuttgart 21: Zu wenig Funktion für zu viel Geld
NABU eingereiht im Protestzug gegen Prestigeobjekt des Landes
Der NABU lehnt vereint mit allen anderen Umweltverbänden den Bau von Stuttgart 21 weiterhin ab. Nicht, weil er sich gegen den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur wendet, sondern weil mit Stuttgart 21 horrende Geldmittel vergraben werden, ohne dass dabei ein adäquater Vorteil für die Bahnkunden – und damit für Mensch und Natur – zustande käme. Fatalerweise fehlt dieses Geld dann an anderer, wichtigerer Stelle, etwa beim Ausbau des Nahverkehrs.
Der Protest gegen das jahrzehntelang geplante Mammutprojekt ist beinahe so alt wie die Planungen selbst. Bereits Mitte der 1990er-Jahre übte der NABU als Mitglied des Bündnisses „Umkehr Stuttgart“ scharfe Kritik an Stuttgart 21. Gemeinsam stellten die Umwelt- und Verkehrsverbände 1996 Alternativen zur Planung der Bahn vor. Im März 2005 forderte der NABU gemeinsam mit befreundeten Verbänden den damaligen Bahnchef Hartmut Mehdorn in einem offenen Brief auf, die Idee zu „Stuttgart 21“ anstelle des eigentlichen Bahnhofs zu begraben.
Zwei Jahre später kritisierte der NABU die Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung zu Stuttgart 21 als „Pyhrrussieg“ für den damaligen Ministerpräsidenten Oettinger: Ein Sieg für Günther Oettinger gewiss, aber zu einem Preis, der den Sieg in eine bittere Niederlage wendet. Auch der SPIEGEL berichtete darüber.
Der NABU kritisiert an der Planung vor allem, dass der neue Bahnhof den Bahnverkehr nicht leistungsfähiger und besser macht – und gleichwohl horrende Summen verschlingt. Dass scheibchenweise immer weitere Wahrheiten über Kosten und Leistungsfähigkeit von Stuttgart 21 ans Licht kommen, zeigt, dass der vermeintlich demokratische Beschluss für das Neubauprojekt auf falscher Basis getroffen wurde: Auch den Abgeordneten waren zum Zeitpunkt ihrer Zustimmung die wahren und vollständigen Informationen nicht zugänglich.
Gemeinsam mit den anderen Verbänden erachtet der NABU die wesentlich kostengünstigere Modernisierung des heutigen Kopfbahnhofs, verbunden mit einer Neuordnung des Gleisvorfeldes, für die bessere und auch bezüglich aller Naturschutzbelange vorzugswürdige Lösung.
Der NABU unterstützt den Stuttgarter Appell.
Alle Informationen und Argumente finden Sie auf den Internetseiten unserer befreundeten Verbände, etwa beim Aktionsbündnis Kopfbahnhof 21, das auch vom NABU unterstützt wird: www.kopfbahnhof-21.de.
NABU Stuttgart kämpft für Vögel im Schlossgarten
Forderung: Kopfbahnhof muss erneuert werden
Im Frühjahr 2010 haben Stuttgarter Ornithologen auf ausgewählten Flächen der Stadt minutiös alle Brutvögel erfasst, darunter auch im Schlossgarten. Damit liegt eine belastbare Datenbasis vor. Es zeigte sich, wie wichtig für die Tierwelt die große Zahl alter Höhlenbäume ist. Der NABU Stuttgart setzt sich für die Tiere ein.
Weitere Infos unter www.NABU-Stuttgart.de

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