Baden-Württemberg.NABU.de Spenden & Helfen Spenden Feldhamster

Feldhamster brauchen unsere Hilfe!

Feldhamster brauchen unsere Hilfe!

NABU will mit Artenschutzprojekt den bedrohten Kleinsäuger retten

Feldhamster

Feldhamster: gestern häufig, heute selten und morgen ausgestorben. „Wenn wir nicht sofort etwas tun, stirbt der Feldhamster sehenden Auges in Baden-Württemberg aus“, erklärt Dr. Andre Baumann, NABU-Landeschef. Der NABU startet darum ein Artenschutzprojekt zum Schutz des Feldhamsters.

Feldhamster - Eingang

Unscheinbar: Der Eingang zum Bau des Feldhamsters.

Hamster brauchen eine lebendige, vielfältige und zusammenhängende Feldflur. Und diese ist immer seltener geworden. Baumann spricht aus Erfahrung, wohnt er doch selbst in einem früheren Hamstergebiet. „In Schwetzingen bei Mannheim kamen noch vor 20 Jahren Feldhamster vor.“ Dort sind Hamster wie fast überall in Baden-Württemberg ausgestorben. „Helfen Sie uns, die Feldhamster zu retten!“ Der Schutz des Hamsters hilft vielen anderen Tieren der Agrarlandschaft. Feldhamster und Feldlerche, Feldhase und Rebhuhn, sie bilden eine Schicksalsgemeinschaft.

Äcker werden größer
Dabei ist der Feldhamster hart im Nehmen. Er ist ein Kulturfolger und ein wahrer Überlebenskünstler. Seit Jahrtausenden suchen Feldhamster die Nähe des Menschen. Hamster haben sich stets an neue Situationen angepasst. Bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts gab es noch sehr viele bei uns in Baden-Württemberg. „Manche Bauern haben sie als Plage empfunden und aktiv bekämpft“, erklärt NABU-Artenschutzreferent Martin Klatt. Heute leben Feldhamster nur noch im Rhein-Neckar-Raum rund um Mannheim und im Main-Tauber-Kreis bei Lauda. Von Jahr zu Jahr werden es dort weniger Feldhamster.

Feldhamster

Beim Nachwuchs geht's eng zu.

Warum? Es war nicht der Feldzug mit Giftkörnern, welcher die Feldhamster an den Rand des Aussterbens getrieben hat. Die Landwirtschaft hat sich in wenigen Jahrzehnten geändert: Äcker wurden und werden immer größer. Ein riesiger Maisacker grenzt an den nächsten. Immer früher wird im Jahr geerntet. Wo blühen noch Kornblume und Mohn in Ackerrainen? „Feldhamster finden nicht genügend zu fressen, können ihre Jungen nicht ernähren und keine Vorräte für den Winter hamstern“, so Klatt.

Doch nicht genug damit. Die Feldflur wurde und wird mehr bebaut. Siedlungen vernichten und Straßen zerschneiden die zusammengeschrumpfte Heimat der Hamster. Straßen sind schier unüberwindbare Hindernisse für die rund 20 bis 35 Zentimeter großen Nagetiere.

„Damit muss Schluss sein“, so Baumann. Erst kürzlich haben Martin Klatt und Andre Baumann mit Aktiven der NABU-Gruppe Mannheim bei einer Feldhamsterkartierung im Seckenheimer Feld in Mannheim noch letzte Feldhamsterbauten genau dort gefunden wo das Land Baden-Württemberg die Landstraße L 597 bauen möchte. „Wir haben das Innenministerium Baden-Württemberg umgehend aufgefordert, die Straßenplanung in den Reißwolf zu stecken.“

Steckbrief Feldhamster: Klein, aber mutig
Hamstern ist erste Hamsterpflicht. Denn Ende August beginnt der Hamster seinen Winterschlaf. Anfangs wacht er täglich auf, um von seinen Vorräten zu fressen. Wer nicht genug sparen konnte, überlebt den Winter nicht. Ende März beginnt die Paarungszeit und die Winterbaue werden geöffnet.

Auf dem Speiseplan stehen Klee, Möhren, Kartoffeln, Kohl, und Zuckerrüben, aber auch Regenwürmer, Käfer und Feldmäuse. Hamster mögen zwar klein sein, aber sie sind mutig. Wenn sich ein Hamster bedroht fühlt, stellt er sich auf die Hinterbeine und bläst die Backentaschen auf, um größer zu wirken. Er knurrt und fletscht die (Nage-)Zähne. Hilft das alles nichts, wirft er sich auf den Rücken und zeigt seinen schwarzen Bauch und die weißen Füße. Der schwarze Bauch soll das Maul eines Raubtiers simulieren und die weißen Pfoten die Zähne. Bei der Bedrohung durch den Menschen hat das allerdings nicht geholfen.

Hamstern für den Hamster

Andre Baumann vor Feldhamsterbau

Andre Baumann vor einem der wenigen Hamsterbauten

Wie wird der NABU helfen? Dem Hamster geht es so schlecht, dass Hamsterbau für Hamsterbau gerettet, Feld für Feld aufgewertet werden muss. Zusammen mit Landwirten muss eine hamsterfreundliche Feldflur geschaffen werden. Das alles kostet den NABU Zeit und Geld, viel Geld. Ein fünf Meter breiter Luzernenstreifen, Lieblingsnahrung der Hamster, am Rande eines 200 m langen Weizenackers kostet rund 250 Euro - Jahr für Jahr. Viele Dutzend Luzernen- und Hamsterrandstreifen – und damit viele tausend Euro sind notwendig, damit ein Hamsterbestand satt wird, den Winter überlebt, wächst und gedeiht. NABU-Experten werden mit Landwirten und Verwaltung eine hamsterfreundliche Feldflur planen und umsetzen. Darum bitte ich Sie ganz persönlich: Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende! Gemeinsam können wir den Feldhamster in Baden-Württemberg retten. Wir dürfen keine Zeit verlieren! Bitte helfen Sie uns! Spenden Sie auf das Konto 8 100 438, BLZ 600 501 01 (BW Bank) oder nutzen Sie das folgende Internet-Spendenformular, um den Hamster schnell und einfach zu unterstützen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Ihr Andre Baumann

mehr Hier geht's direkt zum Spendenformular

Spendenformular Feldhamster

Mehr

 

Ansprechpartnerin

Mariana Cankovic

Sie haben Fragen zum Thema Spenden? Dann wenden Sie sich an Mariana Cankovic, Tel.: 0711 / 966 72-19, E-Mail: Mariana.Cankovic@NABU-BW.de

 

Ihre Daten sind sicher

Sichere Daten

Infos zur sicheren Datenübertragung per SSL. Mehr

 

NATIONALPARK

NationalparkNordschwarzwald.de

Alle Infos auf NationalparkNordschwarzwald.de Mehr

 

Broschüren

Broschüren

Sie suchen Broschüren und Vorträge? Hier sind Sie richtig! Mehr