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Altbauwohnung für den Indianer-Vogel

Altbauwohnung für den Indianer-Vogel

Wiedehopf braucht alte Obstbäume und Nisthilfen - helfen Sie mit!

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Langer Schnabel, Sturmfrisur - in Baden-Württemberg ist der Wiedehopf selten zu sehen.

Langer Schnabel, Sturmfrisur - in Baden-Württemberg ist der Wiedehopf selten zu sehen.

Der Wiedehopf, der Vogel mit der schwarz-weißen Haube, ist in Baden-Württemberg stark gefährdet. Zu Beginn der 90er Jahre wäre er fast ausgestorben, da er keine geeigneten Brutplätze gefunden hat. Naturschützer konnten das mit ihrem Engagementrechtzeitig verhindern.

In ganz Deutschland gibt es nur noch 250 Brutpaare. In Baden-Württemberg brüten inzwischen wieder zwischen 30 und 50 Paare. Ehrenamtliche Helfer des NABU haben spezielle Nistkästen aufgehängt. Dass der Wiedehopf sie als Brutplatz akzeptiert hat, überrascht. Denn eigentlich zieht er seine Jungen am liebsten in Baumhöhlen auf, wie sie in alten Obstbäumen zu finden sind. Da sehr viele Streuobstwiesen entweder der Landwirtschaft oder Bauland geopfert werden, gibt es kaum noch Möglichkeiten für den Wiedehopf zu brüten.


Einer der NABU-Nistkästen für den fliegenden Indianer

Einer der NABU-Nistkästen für den fliegenden Indianer

Auch wenn 50 Brutpaare eine gute Zwischenbilanz sind, bedeutet das noch lange nicht, dass der Fortbestand des Wiedehopfs gesichert ist. In Südbaden rund um Müllheim wollen NABU-Aktive handeln und den langschnäbeligen Vogel zum Brüten und Bleiben einladen. Sie möchten 50 Spezial-Nistkästen für den Wiedehopf kaufen und aufhängen. Damit er auch dort brüten kann, wo es zwar keine alten Bäume mit natürlichen Höhlen gibt, dafür aber intakte Landschaften mit einem reichen Nahrungsangebot.

Zudem wollen die ehrenamtlichen Naturschützer eine Obstwiese pachten und weitere Obstbäume pflanzen, damit Familie Wiedehopf wieder Unterschlupf in natürlichen Baumhöhlen findet. Und noch lange "Up-upup" in den Sommertag rufen kann.


STECKBRIEF

Unverwechselbar: Der Wiedehopf

Unverwechselbar: Der Wiedehopf

Der Wiedehopf ist am Oberkörper blaß rotbraun. Seine Flügel und sein Schwanz aber sind schwarz-weiß gestreift. Der Schnabel ist dünn, sehr lang und leicht abwärts gebeugt. Stellt er seine Haube auf, wird aus ihm ein Indianerhäuptling. Der Wiedehopf wird zwischen 26 und 28 Zentimeter groß. Er wirkt aber wegen der breiten Flügel im flapsigen, in unregelmäßigen Kurven verlaufenden Flug größer. Am Boden torkelt er und ändert wie eine abgelenkte Kompaßnadel ständig die Richtung und sticht mit dem Schnabel in den Boden.

Dr. Felix Bergmann

Dr. Felix Bergmann

"Der Wiedehopf hat in Baden-Württemberg keine guten Überlebenschancen, wenn wir jetzt nicht handeln", sagt NABU-Projektleiter Dr. Felix Bergmann. "Bitte helfen Sie uns dabei! Wir wollen weitere Nistkästen aufhängen, Obstbäume pflanzen und eine Obstwiese pachten. Wenn Sie 25 Euro spenden, können wir einen Obstbaum kaufen und pflanzen. Mit 50 Euro könnten wir zum Beispiel Material für Nistkästen kaufen. Doch auch jeder andere Betrag bringt uns weiter."

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Ihr Felix Bergmann

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