Baden-Württemberg.NABU.de Themen
Mehr Natur für Baden-Württemberg
NABU-Naturschutzziele 2015
Mehr Natur für Baden-Württemberg
Im beginnenden 21. Jahrhundert stehen Mensch und Natur weltweit vor zwei zentralen Herausforderungen: den Klimawandel zu stoppen und den galoppierenden Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Beides droht, das Leben auf der Erde in seinen Grundfesten zu erschüttern.
Jedoch: Von einem kraftvollen Gegensteuern der Politik ist wenig zu sehen – trotz aller wohlfeilen Sonntagsreden. Für den NABU Baden-Württemberg bedeutet das, dass er sich in den kommenden Jahren stärker in die Politik einmischen muss – im Landtag genauso wie in Gemeinderäten. Lerche, Luchs und Laubfrosch haben keine politische Stimme, daher wird der NABU für sie sprechen.
Seinen Schwerpunkt legt der NABU darauf, Klimawandel und Artensterben dort zu bekämpfen, wo er die größte Kompetenz, die meiste Erfahrung und ausreichende Ressourcen hat. Ob Moore, Äcker, Wiesen oder Wälder: An diesen konkreten Orten, in diesen Ökosystemen entscheidet sich, ob unsere Pflanzen- und Tier-welt vielfältig und überlebensfähig bleibt oder ob die Natur verarmt. Hier sitzen wichtige Stellschrauben für den Klimaschutz. Denn die Landwirtschaft verantwortet rund 16 Prozent des deutschen Treibhausgas-Ausstoßes, gesunde Wälder und lebendige Moore binden riesige Mengen Kohlenstoff. Naturschutz ist daher Arten- und Klimaschutz in einem.
Prioritäten: Zugunsten des einen, zulasten des anderen
In den NABU-Naturschutzzielen 2015 sind zahlreiche wichtige Umweltprobleme ganz bewusst nicht abgebildet. Dabei steht außer Frage: Der Kampf gegen Agro-Gentechnik, Atomkraft und Flächenverbrauch bleiben wichtig. Der NABU wird auch zukünftig nicht dazu schweigen und beispielsweise in Bündnissen dagegen kämpfen. Im Sinne einer klaren Prioritätensetzung wird er den Großteil seiner Kraft jedoch auf die im Folgenden genannten Themen bündeln.
Schlüsselstellen: Umweltbindung und Naturerleben
Um den Naturschutz in Baden-Württemberg nachhaltig voranzubringen, bedarf es eines Wandels. Nicht nur in der Politik, sondern auch in den Köpfen und Herzen der Menschen. Denn jeder Mensch entscheidet jeden Tag mit darüber, wie sehr Natur und Umwelt belastet werden – sei es bei der Wahl des Energieversorgers, des Verkehrsmittels oder der gekauften Lebensmittel. In der Bildung für nachhaltige Entwicklung liegt der Schlüssel dazu, den Wandel in den Köpfen anzustoßen. Umweltbildung und Naturerlebnis sind für den NABU zentrale Querschnittsaufgaben, die sich in allen Themenbereichen widerspiegeln müssen. Hier hat der NABU eine Kernkompetenz – und diese wird er weiterhin einbringen.
![]() |
Naturschutzziele 2015
|
|
Nachfolgend die Themen im Einzelnen:
Naturjuwelen für Mensch und Umwelt
Baden-Württemberg braucht einen Nationalpark

In Baden-Württemberg gibt es bislang nur ein Großschutzgebiet: Nach jahrelangem Einsatz hat es der NABU geschafft, das Biosphärengebiet Schwäbische Alb auf den Weg zu bringen. Doch damit ist das Potential unseres Landes längst nicht ausgeschöpft. Daher fordert der NABU, endlich auch in die Königsklasse des Naturschutzes und des sanften Tourismus vorzudringen: Baden-Württemberg braucht einen ersten Nationalpark! Daneben sollen weitere Biosphärengebiete unsere einmaligen Kulturlandschaften bewahren.
Mehr
Gesunde Lebensmittel und Lebensräume
Schützen und nutzen – Nur die Vielfalt zählt
Landschaften voller Leben wie blumenbunte und Streuobstwiesen treffen heute auf eine industrialisierte Landwirtschaft, die mit der ursprünglichen Landnutzung nur noch wenig zu tun hat. Was in Jahrtausenden geschaffen wurde, wird in Jahrzehnten zerstört. Einstige Allerweltsarten wie Feldlerche und Feldhamster verschwinden weitgehend aus der Landschaft. Der NABU kämpft für eine naturverträgliche Landwirtschaft, in der Bauern genauso eine Zukunft haben, wie violett blühende Salbei-Wiesen und Felder mit Kornblumen.
Mehr
Stellschrauben für Klima und Natur
Schutz der Moore muss vorangetrieben werden

95 Prozent aller ursprünglichen Moore unseres Landes sind bereits verschwunden. Das ist nicht nur schade, sondern für den Wasserhaushalt schädlich, für die Tier- und Pflanzenwelt fatal und für das Klima katastrophal: Zehn Prozent aller weltweiten Kohlendioxid-Emissionen stammen aus geschädigten und zerstörten Mooren. Moore zu erhalten und zu renaturieren bedeutet, mit hoher Effizienz gleichzeitig Natur- und Klimaschutz zu betreiben.
Mehr
Grünes Wegenetz für Baden-Württemberg
Tiere und Pflanzen müssen sich ausbreiten können

Für viele Pflanzen und Tiere ist Baden-Württemberg ein Land der Sackgassen. Immer wieder endet ihr Weg an Autobahnen, an Industriegebieten oder vor Maisäckern. Dabei ist es für alle Lebewesen überlebenswichtig, sich ausbreiten zu können. Sie müssen wandern, umherstreifen oder neue Lebensräume erschließen – gerade auch dann, wenn sich die Umwelt etwa durch den Klimawandel gravierend verändert. Und natürlich muss Frau Igel auf Herrn Igel treffen können, damit es weiterhin Igel bei uns geben kann. Der NABU setzt sich für ein "Grünes Wegenetz" ein.
Mehr
Wilde Wälder und mehr Natur
Der NABU kämpft für eine naturverträgliche Forstwirtschaft

Kaum ein anderer Lebensraum steht so sehr für gesunde Natur wie unsere Wälder. Doch auch vor dem Wald macht das Profitstreben der Menschen nicht halt. In Zeiten klammer Kassen fallen oftmals zu viele Bäume der Säge zum Opfer. Der NABU kämpft für eine naturverträgliche Forstwirtschaft und für mehr Mut zur Wildnis: Bannwälder dienen dem Schutz von Klima und biologischer Vielfalt. Zugleich machen sie die Faszination wilder Wälder auch in Baden-Württemberg wieder für Jung und Alt erlebbar.
Mehr
Internationaler Naturschutz im Ländle
Schutzgebiete im Rahmen der EU

Dünenlandschaften an Europas Küsten, artenreiche Wiesen in Deutschland, Weidewälder in Spanien: Über 200 typische Landschaften möchte die EU mit ihrem Naturschutzprogramm Natura 2000 bewahren. Mehr als 25 Jahre nachdem die erste Richtlinie in Kraft trat, hat das Land endlich Schutzgebiete abgegrenzt. Doch das alles spielt sich bislang vor allem auf dem Papier ab. Der NABU kämpft seit vielen Jahren dafür, dass Baden-Württemberg die EU-Richtlinien umsetzt.
Mehr
Weitere NABU-Themen
Jagd – bitte naturverträglich!
Zu einem gesunden Wald gehört auch eine gesunde Wilddichte. Dass viele Jäger nach wie vor Wildschweine und Rehe füttern, hört sich nett an, ist aber absolut kontraproduktiv.
Mehr
Klima & Energie
Trockenheit und Hitzerekorde im Sommer, Stürme und Starkregen in Herbst und Winter - der Klimawandel hat es innerhalb weniger Jahre von einer abstrakten Bedrohung bis in die Realität der Menschen geschafft.
Mehr
Stopp dem Flächenverbrauch
Freie Flächen sind in Deutschland ein knappes Gut. Auch in Baden-Württemberg geht man verschwenderisch mit der Ressource Fläche um. Freie Äcker und Wiesen werden vor allem als Baulandreserven angesehen und Schritt für Schritt überbaut und versiegelt.
Mehr
NABU fordert lebendigen Grünzug Neckar
Der NABU begrüßt den „Grünzug Neckartal“. Zugleich betont der NABU, dass die Menschen vor allem dann vom Grünzug profitieren, wenn auch die Natur zu den Gewinnern zählt.
Mehr

NABU Regional
Service
E-Cards
Podcasts
Ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.
Desktopmotive
Verbandsnetz
NATIONALPARK
Alle Infos auf NationalparkNordschwarzwald.de Mehr
Broschüren
Sie suchen Broschüren und Vorträge? Hier sind Sie richtig! Mehr

Info