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NABU lobt Spatenstich an der Autobahn

NABU lobt Spatenstich an der Autobahn

Naturschützer begrüßen Schritt zur Entschneidung der Landschaft

Rehe

Rehe und andere Wildtiere können bald den Todesstreifen A7 überqueren.


20. Dezember 2010 - Als wichtigen Brückenschlag zwischen Konjunktur und biologischer Vielfalt begrüßt der NABU den heutigen (20.12.) Spatenstich an der A7 bei Heidenheim. Dort wird mit Mitteln des Konjunkturprogramms II eine Grünbrücke gebaut, die es Wildtieren wieder ermöglicht, den Todesstreifen A7 zu überqueren. Zugleich soll der Bau die Wirtschaft ankurbeln. „Mit der neuen Grünbrücke entschärfen Land und Bund einen der Brennpunkte für wandernde Tiere im Land“, erklärt der NABU-Landesvorsitzende Dr. Andre Baumann. „Rehe, Marder und Wildschweine können dort endlich wieder die andere Seite der Autobahn erreichen – und zwar gefahrlos für die Tiere selbst und für die Autofahrer. Das ist bis zum letzen Euro gut investiertes Geld.“

Steinmarder

Grünbrücken helfen bei der Sicherung der biologischen Vielfalt.

Sowohl der NABU-Bundeswildwegeplan als auch der Generalwildwegeplan des Landes weisen nordöstlich von Heidenheim einen besonders großen Bedarf von internationaler Bedeutung aus. Die Zerschneidung der Landschaft ist eines der Hauptprobleme für viele Tierarten. „Alle Lebewesen sind darauf angewiesen, sich ausbreiten zu können. Auch aufgrund des Klimawandels müssen Pflanzen und Tiere ausweichen und neue Lebensräume erobern. Allzu oft enden diese Bewegungen jedoch an Autobahnen, Industriegebieten oder endlosen, lebensfeindlichen Maisäckern. Wir brauchen für Baden-Württemberg ein ‚Grünes Wegenetz’, auf dem sich Pflanzen und Tiere bewegen können“, sagt Baumann. „Mit dem heutigen Spatenstich geht Ministerin Gönner einen Schritt auf diesem Weg. Wir unterstützen das und hoffen, dass diesem ersten Schritt viele weitere folgen.“

Baumann weist die Kritik an einigen geplanten Querungshilfen für Tiere scharf zurück, etwa im Fall der Krötentunneln an der B500. Der Mensch zerschneide die Landschaft massiv zugunsten wirtschaftlicher Interessen und zulasten der Natur. Kleine Wiedergutmachungen in Form von Krötentunneln oder Grünbrücken seien dann das mindeste, was zur Sicherung der biologischen Vielfalt – die ja auch Grundlage des menschlichen Lebens ist – getan werden muss, so der NABU-Landeschef.

NABU-Bundeswildwegeplan

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