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Wasserkraft befindet sich am Ausbaulimit

NABU: Wasserkraft befindet sich am Ausbaulimit

Errichtung der Anlagen stellt Eingriff in Naturschutzhaushalt dar

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Die Wasserkraft trägt heute etwa 3,5 Prozent zu unserer Stromversorgung bei. Damit liegt sie hinter der Windenergie und Biomasse auf Platz drei bei den Anteilen an der Stromerzeugung unter den Erneuerbaren Energien. Es gibt drei verschiedene Typen von Wasserkraftanlagen:

Laufwasserkraftwerke: Für sie werden große Wassermengen und ein relativ geringes Gefälle benötigt. Mit Hilfe eines Wehrs wird der Fluss angestaut und so eine Fallhöhe von bis zu 15 Metern geschaffen. Zwischen dem Oberwasser und dem Unterwasser wird eine Turbine in das Wehr zur Stromerzeugung eingesetzt.

Speicherkraftwerke: An aufgestauten Stauseen und Talsperren liegen Speicherkraftwerke. Über Röhren strömt das Wasser aus dem Stausee auf eine Turbine, die sich in einem Kraftwerk am Fuße der Staumauer befindet. Für diesen Typ wird das hohe Gefälle genutzt. Dafür benötigt man nur eine geringe Wassermenge.

Pumpspeicherkraftwerke: Sie sind eine Form des Energiespeichers und keine erneuerbare Energiequelle – abgesehen vom natürlichen Wasserzufluss. Aus einem tiefer liegenden Wasserreservoir wird nachts mit überschüssigem Strom aus Grundlastkraftwerken Wasser in ein zweites, höher liegendes Reservoir hochgepumpt. Tagsüber kann das Wasser durch Röhren über eine Turbine in den unteren Stausee zurückgeleitet werden und dabei bedarfsgerecht Strom erzeugen.

Probleme bei der Wasserkraft:
Die Errichtung der Anlagen stellt einen Eingriff in den Naturschutzhaushalt dar. Ein Wasserkraftwerk wirkt sich auf Temperatur, Sauerstoffgehalt, Durchgängigkeit des Gewässers sowie das Wanderverhalten der Fische aus. Angesichts der schwerwiegenden Eingriffe in den Naturhaushalt, ist die Energieausbeute bei der kleinen Wasserkraft gering. Die Wasserkraft befindet sich nach Ansicht des NABU am Ausbaulimit: Der NABU fordert, dass keine neuen Wasserkraftwerke gebaut werden.

Bei der Großen Wasserkraft, wie bei Rheinkraftwerken, ist zwar die Energieausbeute größer und neue Rheinkraftwerke könnten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Allerdings würden hunderte Hektar streng geschützter Rheinauenwälder und anderer Auenlebensräume zerstört. Darum spricht sich der NABU bei aller "Liebe zu Erneuerbaren Energien" kategorisch gegen neue Rheinkraftwerke in Baden-Württemberg aus.

Daher besteht bei der Verknüpfung der Ziele des Klimaschutzes mit denen der Wasserrahmenrichtlinie Handlungsbedarf. Bei allen bestehende Anlagen gilt: Sie sind zu modernisieren und an anspruchsvolle ökologische Kriterien anzupassen.

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Die Wasserkraft hat sich von der traditionellen Nutzung in eine verlässliche regenerative Energiequelle zur Erzeugung von elektrischem Strom gewandelt. Statt Wassermühlen liefern in Deutschland heute hauptsächlich große ältere Anlagen an Flüssen und Stauseen zu jeder Tages- und Nachtzeit Energie. Dieser Flyer informiert Sie über die Möglichkeiten der Wasserkraft.

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