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„Verantwortung für militärische Naturoasen“
„Verantwortung für militärische Naturoasen“
Nachhaltige Nachfolgenutzungen der Konversionsflächen gefordert
Baumann erinnerte daran, dass der vor vielen Jahren aus der Nutzung gefallene Truppenübungsplatz Münsingen das Herz des heutigen Biosphärengebiets „Schwäbische Alb“ sei.
12. Dezember 2011 - Der NABU Baden-Württemberg sieht in der Aufgabe der militärischen Einrichtungen nicht nur Risiken für die betroffenen Kommunen, sondern auch Chancen: Die frei werdenden Truppen- und Standortübungsplätze könnten nach Ansicht des NABU zu kleinen und großen Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung werden. „Der NABU setzt sich deshalb dafür ein, dass die Regionen Konzepte für eine nachhaltige Entwicklung der frei werdenden militärischen Liegenschaften erstellen und umsetzen“, sagte NABU-Landesvorsitzender Dr. Andre Baumann. Militärische Übungsplätze seien wegen ihrer Abgeschiedenheit, der geringen Anzahl von Freizeitbesuchern sowie der extensiven landwirtschaftlichen Nutzung häufig wichtige Rückzugsflächen für die Natur.
Baumann erinnerte daran, dass der vor vielen Jahren aus der Nutzung gefallene Truppenübungsplatz Münsingen das Herz des heutigen Biosphärengebiets „Schwäbische Alb“ sei: „In ganz Baden-Württemberg kann man vom Vorbild des Biosphärengebiets auf der Alb lernen“, sagte der Landesvorsitzende und fügte hinzu: „Für ökologisch wertvolle Übungsplätze soll eine größtenteils naturverträgliche Nachfolgenutzung sichergestellt werden, damit wertvolle Naturflächen dauerhaft erhalten werden können.“
Nach Auffassung des Verbands muss das Land Natur- und Landschaftsgebiete ausweisen. Auch die Förderung der Erneuerbaren Energien ist nach Ansicht des NABU notwendig. So könnten auf versiegelten Flächen großflächig Photovoltaikanlagen installiert werden. Zudem wünscht sich der Verband, dass das Land die ökologisch wertvollsten Konversionsflächen – wenn möglich – in das Programm „Nationales Naturerbe“ überführt. Dieses hat die Bundesregierung eigens für die wertvollsten der wertvollen frei werdenden militärischen Liegenschaften aufgelegt.
Dem NABU trägt – wie auch andere Umweltverbände – aktiv dazu bei, dass die Natur in ehemaligen militärischen Liegenschaften dauerhaft geschützt wird. In zahlreichen Bundesländern wurden bereits wertvolle Flächen in die NABU-Stiftung „Nationales Naturerbe“ überführt. „Wir sind gerne bereit, auch für die eine oder andere ehemalige militärische Naturoase Baden-Württembergs Verantwortung zu übernehmen“, betonte Baumann.

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