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Gemeinsam Schöpfung bewahren!
„Gesegnetes Holz für erste Bienen-Hotel-Kette“
Kolpingwerk Baden-Württemberg und NABU erneuern Kooperation
Schwerpunkt für die nächsten Jahre ist die Förderung von Wildbienen.
17. Mai 2012 -
Hand in Hand die Schöpfung bewahren – das ist das Anliegen des Kolping-Landesverbands Baden-Württemberg und des NABU Baden-Württemberg. Auf dem Deutschen Katholikentag in Mannheim haben an Christi Himmelfahrt der Kolping-Landesvorsitzende Andreas Hoffmann und der NABU-Landesvorsitzende Dr. Andre Baumann im Beisein von Kolping-General-Präses Otmar Dillenburg die Kooperationsvereinbarung zwischen beiden Verbänden erneuert. Kolping und NABU setzen sich seit 2010 gemeinsam für eine zukunftsfähige und gerechte Welt für diese und kommende Generationen ein.
Im Rahmen ihrer Kooperation reden Kolping und NABU nicht nur über wichtige Maßnahmen. Vor allem legen sie selbst Hand an und setzen sich ganz praktisch für die Natur ein. In den vergangenen Monaten haben zahlreiche Kolpingfamilien und NABU-Gruppen gemeinsam Streuobstwiesen gepflanzt und Blumenwiesen gepflegt. Projekte der Aktiven vor Ort wurden von den Landesverbänden gefördert. Für besonders erfolgreiche Projekte wurden Preise ausgelobt.
Viele der Wildbienenarten legen ihre Brutzellen in Löchern im abgestorbenen Holz alter Bäume an.
Schwerpunkt für die nächsten Jahre ist die Förderung von Wildbienen. „In Baden-Württemberg kommen dutzende seltene und oft gefährdete Wildbienenarten vor“, erklärt Baumann. „Honigbienen und Wildbienen bestäuben Jahr für Jahr viele Millionen Blüten von Nutz- und Wildpflanzen. Ohne die Leistung der Insekten könnten sie keine oder nur wenige Früchte bilden.“ Wildbienen leben einzeln und bilden keine Staaten, wie die domestizierten Honigbienen. Viele der Wildbienenarten, wie die kinderfingernagelgroße Mauerbiene, legen ihre Brutzellen in Löchern im abgestorbenen Holz alter Bäume an. Da Totholz in der Kulturlandschaft selten ist, bauen Kolping und NABU „Wildbienenhotels“ als Nisthilfen für die wilden Schwestern der Honigbiene, die in den vergangenen Jahren selten geworden sind.
„Der Erfolg unserer Partnerschaft ist die Kombination unserer Fähigkeiten“, erläutert Andreas Hoffmann. Der katholische Sozialverband Kolping habe seit seiner Gründung einen Schwerpunkt in der Förderung von Handwerkern. Viele Kolping-Aktive seien handwerklich begabt. „Wir möchten in den nächsten Monaten unzählige Bienenhotels anfertigen, mit den NABU-Aktiven aufstellen und betreuen.“ Damit werde ein wichtiger und sichtbarer Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung geleistet.
Brutröhren für Wildbienen.
Das Holz für die Kolping-NABU-Bienenhotels, die auf dem Katholikentag präsentiert werden, sei etwas Besonderes, berichtet Hoffmann: „Wir haben mehrere Papstbänke der Freiburger Papstmesse gekauft, die nun zu größeren Bienenhotels umgewandelt werden. Aus dem gesegneten Holz soll die erste Hotelkette für Wildbienen entstehen.“ Zum Kirchentag haben Kolping-Aktive aus der ersten Papstbank Holzklötze gesägt und Löcher gebohrt – die zukünftigen Brutröhren der Wildbienen.
Im NABU Baden-Württemberg sind rund 250 NABU-Gruppen und über 70.000 Mitglieder organisiert. Das Kolpingwerk Baden-Württemberg steht für rund 30.000 Mitglieder in 300 Kolpingsfamilien.
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Verlängerung der Kooperationsvereinbarung
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Wildbienenflyer
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Gemeinsam Schöpfung bewahren!
NABU und Kolping Baden-Württemberg unterzeichnen Kooperationsvereinbarung
Kolpingwerk Baden-Württemberg und NABU Baden-Württemberg starten eine neue Partnerschaft: Die beiden Landesvorsitzenden Dr. Andre Baumann (NABU) und Andreas Hoffmann MdL (Kolping) haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die unter dem gemeinsamen Anliegen „Schöpfung bewahren“ steht. Beide Verbände verfolgen das Ziel einer zukunftsfähigen und gerechten Welt für diese und zukünftige Generationen. „Wir Menschen haben den Auftrag erhalten, die Schöpfung zu bewahren. Das heißt für uns, dass wir gemeinsam daran arbeiten wollen, dauerhaft eine intakte Umwelt und eine vielfältige Natur zu erhalten“, erklärten Hoffmann und Baumann bei der Unterzeichnung des Vertrages in Stuttgart.
Die Kolpingsfamilie Bühl hat gemeinsam mit der NABU-Gruppe Bühl-Achern eine Zusammenarbeit gestartet.
Die beiden Verbände werden durch das ehrenamtliche Engagement insbesondere vor Ort in den Kolpingsfamilien und NABU-Gruppen getragen. Dabei steht bei beiden auch die Förderung von Familien im Vordergrund. Aus diesem Grund haben NABU und Kolping gleich zu Beginn der Kooperation ein konkretes Projekt entwickelt: NABU-Gruppen und Kolpingfamilien werden dazu aufgerufen, gemeinsam vor Ort, in Kindergärten und Schulen „Naturoasen“ zu schaffen, etwa indem sie Natur-Gärten anlegen, Streuobstwiesen pflegen und bunte Blumenwiesen betreuen. Für die gemeinsame Aktion können Sachkosten bis maximal 300 Euro über Kolping abgerechnet werden. Kolping finanziert sein Engagement über Mittel, die aus Reisekostenabgaben entstehen. Bei jeder Dienstreise werden Kosten für ein nachhaltiges Reisen errechnet (Ökobilanz) und dann für entsprechende Projekte eingesetzt.
CDU-Landtagsabgeordneter Andreas Hoffmann, NABU-Landeschef Dr.Andre Baumann und Landespräses Kolping Wolf-Dieter Geißler (von rechts) unterzeichnen den Kooperationsvertrag.
Ein erstes lokales Projekt ist bereits in vollem Gange: Die Kolpingsfamilie Bühl hat gemeinsam mit der NABU-Gruppe Bühl-Achern eine Zusammenarbeit gestartet. Die beiden Gruppen kümmern sich nun gemeinsam um eine Streuobstwiese. Wolf-Dieter Geißler, Landespräses Kolping und Pfarrer in Bühl, wollte seinen Leuten vor Ort die Kooperation eigentlich lediglich vorab vorstellen, um die Erfolgsaussichten auszuloten. „Zwei Tage später hatten die begeisterten Ehrenamtlichen das Projekt bereits auf die Beine gestellt. Es freut mich natürlich, dass die Idee auf so fruchtbaren Boden fällt und wir gemeinsam mit den Naturschützern vom NABU dazu beitragen können, die Schöpfung zu bewahren“, sagte Geißler.
Im NABU Baden-Württemberg sind rund 250 NABU-Gruppen und knapp 70.000 Mitglieder organisiert. Das Kolpingwerk Baden-Württemberg steht für rund 30.000 Mitglieder in 300 Kolpingsfamilien.

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