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Stuttgart 21: Zu wenig Funktion für zu viel Geld

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Gewalt? – Nicht mit uns!

NABU verurteilt jede Form von Gewalt und ruft zum friedlichen Protest auf

24. Juni 2011 - Im Juni 2011 kam es bei Anti-S21-Demos zu gewalttätigen Übergriffen auf Polizisten. Der NABU distanziert sich von allen gewalttätigen Akteuren und verurteilt die Übergriffe aufs Schärfste. Alle S21-Gegner sind aufgerufen, weiterhin friedlich zu protestieren und Polizisten sowie S21-Befürwortern mit Respekt zu begegnen - auch bei unterschiedlicher Auffassung in Sachfragen.

Stuttgart 21: Zu wenig Funktion für zu viel Geld

NABU eingereiht im Protestzug gegen Prestigeobjekt des Landes

Der NABU lehnt vereint mit allen anderen Umweltverbänden den Bau von Stuttgart 21 weiterhin ab. Nicht, weil er sich gegen den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur wendet, sondern weil mit Stuttgart 21 horrende Geldmittel vergraben werden, ohne dass dabei ein adäquater Vorteil für die Bahnkunden – und damit für Mensch und Natur – zustande käme. Fatalerweise fehlt dieses Geld dann an anderer, wichtigerer Stelle, etwa beim Ausbau des Nahverkehrs.

Stuttgart 21


Der Protest gegen das jahrzehntelang geplante Mammutprojekt ist beinahe so alt wie die Planungen selbst. Bereits Mitte der 1990er-Jahre übte der NABU als Mitglied des Bündnisses „Umkehr Stuttgart“ scharfe Kritik an Stuttgart 21. Gemeinsam stellten die Umwelt- und Verkehrsverbände 1996 Alternativen zur Planung der Bahn vor. Im März 2005 forderte der NABU gemeinsam mit befreundeten Verbänden den damaligen Bahnchef Hartmut Mehdorn in einem offenen Brief auf, die Idee zu „Stuttgart 21“ anstelle des eigentlichen Bahnhofs zu begraben.

Zwei Jahre später kritisierte der NABU die Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung zu Stuttgart 21 als „Pyhrrussieg“ für den damaligen Ministerpräsidenten Oettinger: Ein Sieg für Günther Oettinger gewiss, aber zu einem Preis, der den Sieg in eine bittere Niederlage wendet. Auch der SPIEGEL berichtete darüber.

Der NABU kritisiert an der Planung vor allem, dass der neue Bahnhof den Bahnverkehr nicht leistungsfähiger und besser macht – und gleichwohl horrende Summen verschlingt. Dass scheibchenweise immer weitere Wahrheiten über Kosten und Leistungsfähigkeit von Stuttgart 21 ans Licht kommen, zeigt, dass der vermeintlich demokratische Beschluss für das Neubauprojekt auf falscher Basis getroffen wurde: Auch den Abgeordneten waren zum Zeitpunkt ihrer Zustimmung die wahren und vollständigen Informationen nicht zugänglich.

Gemeinsam mit den anderen Verbänden erachtet der NABU die wesentlich kostengünstigere Modernisierung des heutigen Kopfbahnhofs, verbunden mit einer Neuordnung des Gleisvorfeldes, für die bessere und auch bezüglich aller Naturschutzbelange vorzugswürdige Lösung.

Der NABU unterstützt den Stuttgarter Appell.


Alle Informationen und Argumente finden Sie auf den Internetseiten unserer befreundeten Verbände, etwa beim Aktionsbündnis Kopfbahnhof 21, das auch vom NABU unterstützt wird: www.kopfbahnhof-21.de.

NABU Stuttgart kämpft für Vögel im Schlossgarten

Forderung: Kopfbahnhof muss erneuert werden

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Im Frühjahr 2010 haben Stuttgarter Ornithologen auf ausgewählten Flächen der Stadt minutiös alle Brutvögel erfasst, darunter auch im Schlossgarten. Damit liegt eine belastbare Datenbasis vor. Es zeigte sich, wie wichtig für die Tierwelt die große Zahl alter Höhlenbäume ist. Der NABU Stuttgart setzt sich für die Tiere ein.

mehr Weitere Infos unter www.NABU-Stuttgart.de

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