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Hitchcock lässt grüßen ...
Hitchcock-Szenarien im Lindauer Tal
Riesige Bergfinken-Schwärme im Südschwarzwald / rund vier Millionen Tiere
21. Januar 2010 - Die Szenen erinnern an den Hitchcock-Klassiker: Riesige Vogelschwärme fliegen von den Bäumen auf, vollführen synchron waghalsige Flugmanöver und lassen sich wieder nieder. Glücklicherweise sind die Bergfinken, denen wir dieses Schauspiel momentan verdanken, völlig harmlose Insekten- und Körnerfresser. Rund vier Millionen halten sich seit einigen Wochen im Lindauer Tal im Südschwarzwald auf.
Riesige Schwärme machen sich in der Dämmerung auf den Weg
NABU-Vogelexperte Rudi Apel ist beeindruckt: „So viele Bergfinken auf einmal habe ich noch nie gesehen – ein wahnsinniges Schauspiel.“ Etwa vier Millionen Tiere sind nach seiner Schätzung derzeit im Tal. Sie sind eigentlich nur auf der Durchreise; im Sommer leben die Tiere in Skandinavien, über den Winter ziehen sie nach Mittel- und Südeuropa. Seit Ende November rasten sie bereits im Lindauer Tal, gehen dort täglich auf Nahrungssuche und erfüllen die Luft mit ihrem Gezwitscher. „Akustisch ist das für mich jeden Abend ein Hochgenuss, so schön wie für andere Menschen eine Aufführung in der Mailänder Scala“, freut sich Rudi Apel über die ungewöhnlichen Gäste.
Tagsüber ziehen die Bergfinken auf Futtersuche umher
Das Naturschauspiel hat sich inzwischen herumgesprochen – bis zu hundert Vogelfreunde kommen täglich ins Tal, um es zu erleben. Möglicherweise auch deshalb haben die Finken ihre Flugrouten und Fressplätze inzwischen verändert, zugleich wird allmählich vermutlich die Nahrung knapp. Wie lange die Vögel noch zu sehen sein werden, kann deshalb auch Apel nicht genau sagen. Wahrscheinlich ziehen sie noch weiter nach Süden, bevor sie sich dann im Frühling auf die Heimreise nach Skandinavien machen.
Große Schwärme in Orange
Der Bergfink ähnelt seinem nahen Verwandten, dem Buchfink, ist aber durch die orangefarbene Brust und Schulter leicht von ihm zu unterscheiden. In einem fliegenden Buchfinkentrupp verrät ihn sofort sein aufblitzender, weißer Bürzel.
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Invasion aus der Ferne
Seidenschwänze sind das Paradebeispiel für Invasionsvögel. Seit dem Spätmittelalter sind uns ihre Masseneinflüge bekannt. Als Beerenfresser benötigen die Vögel ausreichend viele Ebereschen. Mangelt es daran, ziehen ab September die umherstreifenden Familienverbände immer weiter weg.
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Volkszählung in Garten und Park
Trotz wenig winterlichen Schmuddelwetters haben sich an der dritten bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ vom 4. bis 6. Januar mehr als 90.000 Vogelfreunde beteiligt. Das Ergebnis des Vorjahres wurde damit um gut 50 Prozent übertroffen.
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