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Häufige Fragen zu Vögeln

Häufige Fragen zu Vögeln

Der NABU hilft weiter

Buchfink


Die Natur stellt Sie vor ungewohnte Herausforderungen und Sie wissen nicht, wie Sie darauf reagieren sollen? Der NABU beantwortet häufige Fragen.

Sie haben einen verlassenen Jungvogel gefunden und wissen nicht, was weiter zu tun ist?

Lassen Sie vermeintlich hilflose Vogelkinder auf jeden Fall in der freien Natur. Man tut den Jungvögeln keinen Gefallen, indem man sie auf- und mitnimmt, sondern vermindert meist ihre Überlebenschancen. Manche Vogelarten verlassen Ihr Nest, bevor sie fliegen können. Sie werden aber immer noch von ihren Eltern betreut und gefüttert. Damit sie nicht verloren gehen, lassen die Jungvögel fast unablässig sogenannte „Standortlaute“ hören, die mancher vielleicht mit Hilferufen verwechselt.

Sie haben einen verletzten Vogel gefunden, und wissen nicht, wie Sie ihm helfen können?

Nehmen Sie eine Schuh- oder ähnlichen Pappkarton, schneiden Sie einige Luftlöcher in diesen und legen ihn anschließend mit einem Stück Stoff aus. Setzen Sie den Vogel vorsichtig hinein und fahren Sie ihn ins Vogelschutzzentrum Mössingen. Die Adresse finen Sie hier. Dort wird das Tier gesund gepflegt und wieder freigelassen. Stark verletzte Tiere müssen meist von ihrem Leid erlöst werden.

Ein Bussard hat Sie beim Joggen angegriffen und Sie wissen nicht, warum?

Im Juni oder Juli kann es vorkommen, dass Sie beim Joggen völlig unerwartet von einem Bussard angegriffen werden, der auf ihren Kopf als höchsten Punkt zielt. Mit diesem Überraschungseffekt und seiner imposanten Spannweite versucht der Bussard Sie zu erschrecken und zu vertreiben. Denn Sie sind den Jungtieren der Greifvögel unwissentlich zu nahe gekommen. Schlagen Sie bitte nicht nach dem Vogel, sondern zeigen Sie Verständnis und ziehen Sie sich umgehend aus seinem Brutrevier zurück.


Ist das Füttern von Enten und Schwänen schädlich?

Ja, weil einerseits die ins Wasser geratenden Futterreste auf den Gewässergrund absinken und dort die Bildung von Faulschlamm verursachen, der dort im Extremfall für Sauerstoffschwund und lebensfeindliche Bedingungen sorgt. Bei exzessiver Fütterung kann ein Gewässer sogar „umkippen“, d.h. die sauerstofffreien Verhältnisse lassen Fische und andere Organismen ersticken. Zudem lockt das für die Enten und Schwäne gedachte Futter auch andere – ungebetene - Gäste an: allen voran Wanderratten, die solche Fütterungen schnell ausfindig machen.

Andererseits wird gerade in Parks eine Gesellschaft von Wasservögeln durchgefüttert, die sich dadurch stark vermehren und ins Umland verbreiten kann. Dort können diese „Parkvögel“ andere, natürlicherweise vorkommende Vögel verdrängen und damit ernste Probleme für den Artenschutz hervorrufen.

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