Baden-Württemberg.NABU.de Tiere & Pflanzen Amseln, Meisen und Co Wie Sie helfen können Was fressen Vögel im Winter?
Vögel haben unterschiedliche Vorlieben
Vögel haben unterschiedliche Vorlieben
Der NABU verrät, was die Tiere im Winter fressen
Blaumeisen bevorzugen Fettfutter.
Nicht alle Vögel zieht es im Herbst in den Süden, um dort zu überwintern. Amseln, Meisen, Kleiber und viele andere Vogelarten verbringen die kalte Jahreszeit in unseren Breitengraden. Doch während sich die Tiere im Sommer von zahlreichen Insekten ernähren können, ist ihr Nahrungsangebot – gerade in einem harten Winter – knapp. Mit der richtigen Fütterung haben es die Tiere im Winter leichter, Nahrung zu finden. Der NABU verrät, welche Körner und Samen die einzelnen Vogelarten im Winter bevorzugen.
Amsel
Amseln gehören zu den Allesfressern, die gerne Haferflocken, Nussbruch, Fettfutter, aber auch Samen sowie Sonnenblumen- und Maiskörner fressen. Auch mit Apfelstücken kann man den Tieren eine Freude machen. Amseln kommen häufig an Bodenfutterstellen.
Blaumeise
Meisen sind Allesfresser. Sie bevorzugen Fettfuttermischungen, Sonnenblumenkerne, Nüsse und andere Sämereien. Auch aufgehängte Meisenknödel werden von den Tieren gut angenommen.
Buntspecht
Der Buntspecht ist ein eher seltener Gast an Futterstellen. Die Vögel frisst gern Fettfutter, Nüsse aller Art sowie Sonnenblumenkerne. Beim Fressen hängt sich der Buntspecht am Meisenknödel auch mal gern mit dem Rücken nach unten an und im Winter frisst er bevorzugt Nadelbaumsamen.
Eichelhäher
Eichelhäher bevorzugen Nüsse, Maiskörner, aber auch Sonnenblumenkerne. Im Herbst können die Tiere ihren Kehlsack voll mit Futter füllen, das er dann anschließend als Vorrat versteckt. Dabei handelt es sich vor allem um Eicheln, was ihm auch zu seinem Namen verhalf.
Gimpel
Gimpel, auch Dompfaffen genannt, sind vor allem mit größeren und kleineren Sämereien gut anzulocken sowie mit den lackroten Beeren des Schneeballs, dessen Samen ihm gut schmecken.
Haussperling
Haussperlinge, auch Spatzen genannt, gehören zu den Allesfressern. Die Tiere bevorzugen häufig größere Sämereien sowie Getreidekörner.
Kleiber
Kleiber haben eine ausgesprochene Vorliebe für Sonnenkerne und Haselnüsse, die sie gerne aufhacken. Der Vogel ist für sein Kopfabwärtsklettern am Stamm bekannt. Dies schafft er, indem er einen Fuß weiter oben, den anderen weiter unten einhakt und dann einen Fuß nach dem anderen in Richtung Boden setzt. Die Tiere sind sammeln ihr Futter auf Vorrat, indem sie es an vielen Stellen in ihrem Revier, beispielsweise in Steinmauern oder Rindenspalten verstecken.
Kohlmeise
Die Kohlmeise ist weitverbreitet und dominiert deshalb an vielen Futterstellen. Wie alle Meisenarten fressen die Tiere im Winter gern Sonnenblumenkerne und andere Sämereien sowie Fettfuttermischungen.
Zaunkönig
Die Bestände des nur rund zehn Gramm schwere Zaunkönig gehen in strengen Wintern häufig stark zurück. Während dieser Zeit kann den Vögeln mit Futterstellen geholfen werden. Der Zaunkönig gehört zu den Weichfressern. Er liebt Fettfutter und lebende Mehlwürmer.
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