Baden-Württemberg.NABU.de Tiere & Pflanzen Bienen, Käfer und Co Aktuelles Winterquartier für Schmetterlinge

Hausgäste auf Zeit

Hausgäste auf Zeit

Winterliche Entdeckungen in Keller und Dachstuhl

Tagpfauenauge

Tagpfauenauge

Wenn die Tage langsam kürzer werden, die Sonne sich rar macht und dicke Nebel über Wiesen wabern, ist dies ein untrügliches Zeichen des nahenden Herbstes. Dies ist nicht nur die Zeit, in der viele Pflanzen ihr Wachstum drosseln, Säugetiere sich auf ihren Winterschlaf vorbereiten und Menschen den warmen Kamin der Terrasse vorziehen, sondern auch die Zeit, in der die bunten Gaukler des Sommers, die Schmetterlinge, sich auf den kommenden Winter vorbereiten.

Um die kalte und dunkle Jahreszeit zu überstehen, haben Schmetterlinge unterschiedliche Strategien entwickelt. Während einige Gaukler, fast wie Zugvögel, eine lange und gefährliche Reise gen Süden auf sich nehmen, überwintern andere Falter hierzulande in verschiedenen Entwicklungsstadien. So findet sich etwa die Raupe des "Kleinen Feuerfalters" im Winter gerne auf Blättern von verschiedenen Ampferarten. Andere Falter wiederum, darunter der "C-Falter", der an einem hellen "C" auf den Flügeln zu erkennen ist, verbringen den Winter im Verborgenen in den Scharten von grober Baumrinde. Manche Schmetterlinge kommen als Puppe durch die frostige Jahreszeit. Um die bunten Gaukler mit den ersten wärmeren Sonnenstrahlen begrüßen zu können, rät der NABU Gartenbesitzern ihren Garten vielseitig mit einheimischen Pflanzen gestalten, da er so ausreichend Winterquartiere für die Schmetterlinge bereithält.

Häufig flattern Schmetterlinge bei den letzten Sonnenstrahlen durch geöffnete Fenster, Türen und Dachluken in Gebäude. Handelt es sich um Räume, die auch im Winter nicht beheizt werden oder um Dachböden, Keller oder Schuppen, so sollten die Tiere dort einfach belassen werden. Schmetterlinge können hier unproblematisch überwintern und richten keinen Schaden an. Sehr viel schwieriger ist es sich, wenn die Schmetterlinge in Räumen gefunden werden, die beheizt werden müssen. Dann sollten sie sehr vorsichtig - etwa mit einem umgestülpten Glas und einem Blatt Papier - aufgenommen und in einen kühlen Raum umgesetzt werden. Voraussetzung für diesen alternativen Überwinterungsplatz ist allerdings, dass er bereits im zeitigen Vorfrühling wieder geöffnet wird, damit die Schmetterlinge ausfliegen können. Denn so mancher in guter Absicht auf einen kühlen Dachboden gebrachte Falter stirbt im Frühjahr, weil er keinen Ausschlupf findet.

Informationen zum Schmetterlingsschutz, insbesondere für mehr Natur im Garten, hält der NABU im Rahmen seiner Kampagne "Nachbar Natur" bereit. Wie Sie mehr für die Natur tun können erfahren Sie in der B roschüre "Gartenlust - Für mehr Natur ums Haus" , die Sie direkt hier bestellen können.

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