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Untermieter sorgt für Konflikte im Haus

Kleine Untermieter im Haus sind nachtaktiv

Siebenschläfertag am 27. Juni hängt nicht mit Tier zusammen

Siebenschläfer _Mega

Der Siebenschläfer gehört zur Familie der Bilche.

„Siebenschläfer Regen – sieben Wochen Regen” oder „Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass” – wer kennt diese alte Bauernregeln zum Siebenschläfertag am 27. Juni nicht. Dass dieser Tag mit dem Siebenschläfer zusammenhängt, ist jedoch ein Irrtum. Der Siebenschläfertag geht auf eine Legende zurück: Sieben Christen sollen in Ephesus bei einer Verfolgung durch Kaiser Decius im Jahr 251 in eine Berghöhle geflüchtet sein. Dort wurden sie jedoch entdeckt, eingemauert und schliefen 195 Jahre lang. Erst am 27. Juni 446 wurden die sieben Schläfer angeblich in ihrer Höhle entdeckt und wieder geweckt.

Siebenschläfer

Siebenschläfer sind nur selten zu beobachten.

Von Anfang Oktober bis Mitte April hält das mit einer Körperlänge von 13 bis 18 Zentimetern (ohne Schwanz) große Tier, das zur Familie der Bilche gehört, Winterschlaf. Während der wenigen Monate, in denen das Tier aktiv ist, frisst es vorwiegend Früchte, Samen, Knospen und Rindenstücke.

Siebenschläfer sind nur selten zu beobachten, da sie vor allem nachts in Gärten und Wäldern unterwegs sind. Mit seiner Kletterfertigkeit sowie seinem zwischen elf- und 15 Zentimetern großen Schwanz erinnert der Siebenschläfer an ein Eichhörnchen. Im Spätsommer bringen die Weibchen in Baumhöhlen und Nistkästen die nackten Jungen zur Welt, wobei ausreichende Versteckmöglichkeiten für die Tiere überlebenswichtig sind. „Oft fehlt es den Siebenschläfern an alten Bäumen mit geeigneten Höhlen“, weiß Volker Weiß vom NABU-Landesverband. „Daher mieten sie sich auch häufig auf dem Dachboden von Häusern ein, wo das dämmerungs- und nachtaktive Tier die Nacht zum Tag macht. Kleine Schäden im Haus verursachen dann immer wieder Konflikte mit den Menschen.“ Der NABU rät, die kleinen Untermieter wenn möglich zu dulden und ihnen Unterschlupf zu gewähren. „Wen die Untermieter gar zu arg stören, sollte sie auf keinen Fall füttern. Vertreiben lassen sie sich oft durch laute Musik, penetranten Duft von Räucherstäbchen und Marderschutzgeräte für Autos“, erklärt Weiß.

In der Broschüre „Marder, Elster, Siebenschläfer…Sorgentiere in Haus und Garten“ gibt der NABU weitere Tipps, wie man Konflikte mit Tieren vermeiden kann. Sie kann für drei Euro plus Versandkosten beim NABU bestellt werden: NABU Baden-Württemberg, Tübinger Str. 15, 70178 Stuttgart, Tel. 0711-966 72 12 oder Service@NABU-BW.de

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