Baden-Württemberg.NABU.de Tiere & Pflanzen Luchs, Igel und Co Nussjagd Mitmachen – ganz leicht
Mitmachen – ganz leicht
Anleitung zur Nussjagd
Diese Kinder haben bei der vergangenen Nussjagd zahlreiche Nüsse, die von der Haselmaus angeknabbert wurden, gefunden.
1. Bitte sucht möglichst Haselsträucher an Waldrändern oder an Hecken, die an einen Wald angrenzen. Hier habt ihr eine echte Chance, die Haselmaus oder zumindest die von ihr angeknabberten Nüsse zu finden. Gärten, Parks oder freistehende Hecken sind nicht sehr gut geeignet – die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, dass hier Haselmäuse leben.
Haselsträucher gibt es überall in Baden-Württemberg. Ihr erkennt die Sträucher im Frühjahr sehr leicht an den vielen gelben „Würmchen“, den männlichen Blüten. Die weiblichen Blüten hingegen sind rötlich und liegen ganz klein an den Ästen an. Die Hasel wächst gern in Hecken, an Waldrändern oder in lichten Wäldern. Die Blätter des Strauchs sind so groß wie eine Kinderhand und leicht gezahnt. Auf beiden Seiten haben die Blätter Härchen, sodass sie sich pelzig anfühlen. Bereits im Spätsommer könnt ihr die noch grünen Haselnüsse an den Sträuchern sehen. Etwa Anfang September sind sie reif und fallen herunter.
Die wilden Haselnüsse sind viel kleiner als die, die in Läden verkauft werden. Trotzdem werdet ihr die Form und Farbe erkennen. Weil die Schale so hart ist, bleiben die angefressenen Nüsse länger als ein Jahr unter den Sträuchern liegen. Ihr habt also sogar im Frühling die Chance, auf Nussjagd zu gehen.
Eine Haselmaus macht sich an einer unreifen Nuss zu schaffen.
2. Sind keine Haselnüsse zu finden, sucht nicht zu lange. Manche Sträucher tragen keine Nüsse. Wenn ihr nach zwei Minuten noch gar keine Nüsse gefunden habt, geht besser weiter und versucht es in einem anderen Waldstück.
3. Sammelt die angeknabberten Haselnüsse, damit ihr sie dann gemeinsam nach den Fraßspuren, die ihr an den Nüssen entdeckt, sortieren könnt. Sind Nüsse dabei, von denen ihr denkt, dass sie eine Haselmaus zwischen den Zähnen hatte, sendet einige davon mit einem Jagdbericht an uns. Beim Sortieren hilft euch unser kleiner Bestimmungsschlüssel.
Wenn ihr keine Haselnüsse mit typischen Haselmausspuren finden konntet, füllt den Jagdbericht bitte trotzdem aus und sendet ihn an die Sammelmaus. Denn es ist auch wichtig zu wissen, wo es zwar reichlich Haselnüsse, aber keine Haselmäuse gibt.
So könnte eine einfache Karte aussehen.
4. Wenn ihr als Schulklasse oder Kindergartengruppe Nüsse suchen möchtet, dann könnt ihr auch von einem Nussjägermeister begleitet werden. Wenn ihr einen Nussjäger-Meister in eurer Nähe sucht, dann schickt bitte eine E-Mail sammelmaus@nussjagd-bw.de an Johannes Enssle oder ruft sie an unter Telefon 0711 / 96672-27.
5. Richtig professionell ist es, wenn ihr uns sogar eine gemalte Schatzkarte oder eine Kopie einer Landkarte schickt, auf der ihr die Stelle markiert, wo ihr gesucht habt. Vielleicht habt ihr auch ein GPS-Gerät, dann könnt ihr uns auch die Koordinaten schicken.
Abbildung Karte o.ä.
6. Wo und wie ihr die Nüsse, den Jagdbericht und wenn möglich die Schatzkarte abgeben könnt, verraten wir euch hier.

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