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  • Wildpflanzen in Vaihingen trotzen Hitze
Vorlesen

Wildpflanzen in Vaihingen trotzen Hitze

„Natur nah dran“-Flächen blühen auch nach längerer Trockenheit

Bei einem Besuch des NABU in Vaihingen an der Enz zeigte sich: naturnahe Grünflächen mit Wildpflanzen überstehen auch längere Hitze und Trockenheit, und das ganz ohne Gießen. Die Stadt hat 2018 insektenfreundliche Flächen im Projekt „Natur nah dran“ angelegt.

„Natur nah dran“-Flächen blühen auch im Hitzesommer

„Natur nah dran“-Flächen blühen auch im Hitzesommer

37 Grad, wochenlange Extremtemperaturen, kein Regen – und trotzdem blühen unzählige Wildblumen und Wildstauden in Vaihingen an der Enz! Die Stadt hat vor acht Jahren einige Grünflächen insektenfreundlich umgestaltet, mit dem NABU-Projekt „Natur nah dran“. Der Bauhof gießt die  Flächen gar nicht mehr, trotzdem blüht es hier selbst bei Höchsttemperaturen noch.

 



  • Eine artenreiche Wildpflanzenfläche in Vaihingen (Enz). - Foto: NABU/H. Schweikardt

    Eine artenreiche Wildpflanzenfläche in Vaihingen (Enz). - Foto: NABU/H. Schweikardt

  • Zum Vergleich: eine eintönige Rasenfläche in Stuttgart. - Foto: NABU/H. Schweikardt

    Zum Vergleich: eine eintönige Rasenfläche in Stuttgart. - Foto: NABU/H. Schweikardt

Das ist ein krasser Kontrast zu vielen konventionell gepflegten Grünflächen. Eintönige Rasenflächen vertrocknen zum Beispiel viel schneller, auch wenn sie regelmäßig gegossen werden. 
Woran liegt das?


„Wildpflanzen haben verschiedene Strategien, um Hitze- und Trockenheit zu trotzen. Manche haben zum Beispiel tiefe Wurzeln, mit denen sie das Grundwasser anzapfen können. Außerdem schlummern im Boden der naturnahen Flächen die Samen unzähliger Wildpflanzenarten. Selbst wenn von den mehrjährigen Wildblumen und -stauden also mal einige nicht überleben, werden andere Arten die dadurch entstandenen Lücken füllen.“

Helena Sommer

NABU-Projektteam „Natur nah dran“

Wildbienen brauchen auch im Sommer Blüten

Erdhummeln sammelten Pollen am Steppen-Salbei in Vaihingen. - Foto: NABU/H. Schweikardt

Erdhummeln sammelten Pollen am Steppen-Salbei in Vaihingen. - Foto: NABU/H. Schweikardt

Für Wildbienen und Schmetterlinge sind die Blüten der Wildpflanzen überlebenswichtig. Sie sind auf ein vielfältiges Angebot an Pollen und Nektar angewiesen – auch wenn der Sommer viele Pflanzen unter Stress setzt. In Vaihingen (Enz) ist das gelungen: hier fliegen verschiedene Wildbienen- und Schmetterlingsarten auf den naturnahen Flächen. 


Beim NABU-Besuch ließen sich mehrere Schachbrettfalter auf den naturnahen Flächen in Vaihingen beobachten. - Foto: NABU/H. Schweikardt

Beim NABU-Besuch ließen sich mehrere Schachbrettfalter auf den naturnahen Flächen in Vaihingen beobachten. - Foto: NABU/H. Schweikardt

Der NABU ist deshalb überzeugt, dass naturnahe Grünflächen eine wichtige Maßnahme für Kommunen zur Klimawandelanpassung sind. Bereits heute verhängen viele Städte und Gemeinden in den Sommermonaten ein Gießverbot, um dem Wassermangel zu begegnen. Flächen wie Wechselflorbeete, die aufwändig bewässert werden müssen, wirken deshalb zunehmend aus der Zeit gefallen. 


Distelfalter auf einer „Natur nah dran“-Fläche in Neuenburg am Rhein - Foto: NABU/K. Wörner

Bunt, wild, artenreich

So sehen „Natur nah dran“-Flächen nach einigen Jahren aus

Grünflächen, die mit „Natur nah dran“ angelegt wurden, sollen langfristig Lebensraum für Insekten und andere Tiere bieten. Mit der richtigen Pflege gelingt das. Erfahren Sie hier, wie die Flächen einige Jahre nach dem Projekt aussehen. Mehr →

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