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Mehr ...Nationalpark Schwarzwald wächst zusammen
NABU, BUND, LNV und der Freundeskreis Nationalpark begrüßen den Beschluss
Nationalpark Schwarzwald - Foto: NABU/Sebastian Schlor
12. November 2025 – Ein Nationalpark aus zwei Teilen – damit ist jetzt Schluss. NABU, BUND, LNV und Freundeskreis Nationalpark begleiten die Entwicklung dieses besonderen Naturschutzprojekts seit seiner Gründung. Die wichtige Entscheidung heute im Landtag kommentieren die vier Verbände folgendermaßen:
Johannes Enssle, NABU-Landesvorsitzender:
„Heute ist ein freudiger Tag. Der Landtag hat, nach langen und intensiven Diskussionen, den Lückenschluss für den Nationalpark Schwarzwald beschlossen. Jetzt kann dieses besondere Naturjuwel zu einem großen Ganzen zusammenwachsen. Der Nationalpark ist ein Projekt für Generationen, auf das wir schon heute stolz sein dürfen. Wir hoffen daher, dass jetzt alle Beteiligten konstruktiv nach vorne blicken und ihren Teil zum Gelingen dieses großen Naturschutzprojektes beitragen. Für uns Menschen ist das immer auch eine kulturelle Herausforderung: Einfach mal die Finger wegzulassen und nur zuzuschauen, was die Natur von sich aus macht, fällt uns oft nicht leicht. Aber gerade darin liegt das Einzigartige an diesem Projekt. Für den Erhalt von bedrohten Arten, wie dem Auerhuhn oder dem Dreizehenspecht, ist die sich dort entwickelnde Wildnis ein Glücksfall. Das zeigt der Nationalpark auch jetzt schon, nur elf Jahre nach seiner Gründung.“
Sylvia Pilarsky-Grosch, BUND-Landesvorsitzende:
„Natur braucht Zeit. Der geduldig vorangetriebene Prozess zum Lückenschluss zeigt: Naturschutz ist mit Bürgerinnen und Bürgern möglich. Mit der Verbindung der beiden Teile des Nationalparks werden die Weichen für die weitere gute Entwicklung des Nationalparks gestellt.“
Susanne Schönberger, Vorstandsmitglied des Freundeskreises Nationalpark Schwarzwald:
„Der Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald begrüßt den Lückenschluss ebenfalls. Es ist ein notwendiger Schritt für mehr geschützten Lebensraum, der dem Erhalt und der Entwicklung einer einzigartigen biologischen Vielfalt dient. Mit rund 1.200 Hektar bleibt der Flächenzuwachs allerdings hinter unseren Hoffnungen zurück. Wir wünschen uns daher auch in den vom Nationalpark an ForstBW übergehenden Flächen eine gute Zusammenarbeit zum Nutzen des gemeinsamen Naturschutzes.“
Gerhard Bronner, LNV-Landesvorsitzender:
„Es wächst zusammen, was zusammengehört. Wir wünschen dem Team des Nationalparks viel Erfolg bei der weiteren Entwicklung des Parks.“
Weitere Infos:
Baden-Württemberg muss wilder werden
Umfrage zur Wiederherstellung der Natur
