Das Rebhuhn ist der Vogel des Jahres 2026
Deutschland hat gewählt: Das Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026 und löst damit den Hausrotschwanz ab. Mehr →
Kiebitze. - Foto: NABU/Jan Piecha
23. April 2026 – Zwitschernde Vögel, knospende Bäume, plätschernde Bäche und bunte Blütenwiesen tun gut: Sie beruhigen die Sinne und helfen, Stress abzubauen. Zugleich brüten die ersten Vögel in Büschen, auf Äckern und Wiesen oft unbemerkt, gut getarnt und versteckt – und sollten dabei nicht gestört werden. „Naturerlebnisse machen glücklich, reduzieren Stress und bieten Raum zur Erholung“, weiß NABU-Ornithologe und Humanmediziner Stefan Bosch. Als Vogelfreund bittet er zugleich um Rücksicht: „Ob beim Wandern im Wald, beim Radfahren entlang von Äckern und Wiesen oder beim Besuch am See: Überall sind Tierfamilien damit beschäftigt, ihren Nachwuchs großzuziehen. Danke, dass Sie mithelfen, den Ausflug ins Grüne möglichst störungsarm zu gestalten.“
Sechs Tipps zum Schutz von Tieren und Umwelt:
Wer profitiert besonders von unserer Rücksichtnahme:
Feld- und Wiesenbrüter zählen zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten in Baden-Württemberg. Für ihren Schutz kann jede und jeder etwas beisteuern, doch vor allem braucht es eine Landnutzung, die ihren Lebensraum wirksam schützt. Der NABU setzt sich gemeinsam mit anderen Verbänden intensiv für zwei Arten ein, denen es besonders schlecht geht.
Fallbeispiel 1: KiebitzLand Baden-Württemberg
Die ersten jungen Kiebitz-Küken werden dieser Tage in den Kerngebieten des landesweiten NABU-Schutzprojekts „KiebitzLand“ erwartet. In Sauldorf (Landkreis Sigmaringen), Äpfingen (Landkreis Biberach) und Ammerbuch-Reusten (Landkreis Tübingen) hat ein Team aus Landwirtschaft und Naturschutz alles für sie vorbereitet, im Winter den Boden gepflügt und flache Tümpel ausgebaggert, damit die Küken im feuchten Boden nach Käfern, Spinnen und anderen Wirbellosen suchen können. Kiebitze sind in Baden-Württemberg vom Aussterben bedroht. Für sie ist es daher besonders wichtig, ungestört brüten und ihre Jungen erfolgreich großziehen zu können.
Fallbeispiel 2: Für Rebhühner auf den Wegen bleiben
Das Schmidener Feld in Fellbach bei Stuttgart und der westliche Landkreis Tübingen haben als Modellgebiete im Rebhuhn-Schutzprojekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ eine besondere Bedeutung. Hier werden Lebensräume gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben neu geschaffen und Rebhühner können hier ungestört brüten – mit Erfolg, wie die jährlich gesichteten Küken belegen. Darüber freut sich NABU-Projektleiterin Dominique Aichele, die gemeinsam mit dem Landesjagdverband das bundesweite Projekt im Südwesten koordiniert. Damit es weiter bergauf geht mit den stark bedrohten Rebhühnern, bittet sie alle, die in Rebhuhngebieten wandern und spazieren gehen: „Bleiben Sie unbedingt auf den Wegen und nehmen Sie Ihren Hund an die Leine. Jede Störung kann dazu führen, dass die Vögel ihr Gelege verlassen. Eier und Küken sind dann verloren. Dafür steigt mit jeder erfolgreichen Brut die Chance, dass der scheue Hühnervogel in Baden-Württemberg überlebt.“
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