Der Siedlungsraum – ein Refugium für unsere heimischen Wildtiere
NABU-Sofa-Akademie am 22. Oktober 2025 von 17:00-18:30 Uhr
Feuerwanze auf Malve. - Foto: NABU/Helge May
Wo finden Wildbiene, Schmetterling und Co. überhaupt noch Lebensräume? In der freien Landschaft verschwinden strukturreiche Flächen zunehmend. Intensive Landwirtschaft und der steigende Anteil versiegelter und zerschnittener Landschaft bieten nur wenig Nahrung, Unterschlupf und geeignete Fortpflanzungsmöglichkeiten. Die Folge: Der Biodiversitätsverlust schreitet voran.
Eine mögliche Lösung, bei der jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann? Naturnahe Siedlungsräume! Die Naturschutzfachkraft Sabrina Essel vom Projekt UnternehmensNatur (www.UnternehmensNatur-BW.de) zeigt im Vortrag nicht nur auf, worauf es bei der naturnahen Gestaltung ankommt, sondern auch, welche wilden Nachbarn wir mit welcher Maßnahme bewusst oder unbewusst auf unseren Flächen willkommen heißen.
Privatgärten, Unternehmensgelände und Kommunalflächen können zwischen all den Lebensraumeinbußen für viele Tierarten zu einem Refugium werden. Diese Ersatzlebensräume gewinnen zunehmend an Bedeutung. Voraussetzung: eine gedankliche Trendwende, weg von grauem Schotter und sterilem Einheitsgrün, hin zu einer naturnahen und strukturreichen Gestaltung. Doch nicht nur für die dynamische, wilde Optik der Grünflächen braucht es mehr Akzeptanz, sondern ebenso für die „unbeliebten“ Facetten der Biodiversität. Denn so wenig wie der Mensch einzuschätzen vermag, welche Auswirkungen das Aussterben einer Art im Ökosystem hat, so wenig kann er sich aussuchen, welche Tierarten von der naturnahen Gestaltung vor der eigenen Haustür profitieren sollen. Rücken wir die ungesehene Vielfalt von Käfern, Wanzen und Co. in den Vordergrund und schauen, was noch alles in den naturnahen Flächen zu finden ist – außer schillernden Faltern und summenden Wildbienen.
Jede Art hat ihren Platz im Ökosystem und übernimmt eine Rolle. Diese NABU-Sofaakademie soll Sie inspirieren, wie Sie mit teils einfachen Mitteln direkt vor der eigenen Haustür die Biodiversität fördern können – in all ihren Lebensformen...
