Biodiversität in der kommunalen Klimaanpassung
Wir unterstützen Kommunen, Klimaanpassungsmaßnahmen im Sinne der Artenvielfalt zu gestalten
Wiesenblumen auf einem Überlaufgraben - Foto: Christoph Moning
Die Klimakrise und Biodiversitätskrise sind zwei Seiten einer Medaille und Lösungsansätze sollten kombiniert gedacht werden. Deshalb unterstützen wir Kommunen mit Best Practice-Empfehlungen, Informationsmaterial und Fortbildungen dabei, ihre Klimaanpassungsmaßahmen so zu gestalten, dass sie zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen.
Für die Öffentlichkeit sind ab 2027 Diskussionsveranstaltungen geplant.
Gesucht! Praxisbeispiele für Biodiversitätsförderung in der kommunalen Klimaanpassung
Die Kommunen Baden-Württembergs sind vom Land dazu aufgefordert in den nächsten Jahren Klimaanpassungspläne zu erstellen. Darin erarbeiten sie Lösungsansätze für künftig zunehmende Extremwetterereignisse wie Hitze, Dürre, Niedrigwasser oder auch Starkregen und Hochwasser. Die klimatischen Veränderungen bedrohen nicht nur unser eigenes Leben, sondern auch die heimische Artenvielfalt und unsere Ökosysteme.
Wir suchen nach Kommunen, die Biodiversität bei ihren Plänen und Maßnahmen zur Klimaanpassung berücksichtigen. Beispiele dafür können sein:
- Öffentliche Grünflächen mit mehrjährigen Wildstauden statt Wechselflor
- Baumarten, die die Biodiversität fördern, kombiniert mit einem artenreichen Unterwuchs aus heimischen Wildpflanzen, die den Boden vor dem Austrocknen schützt und Insekten ein Buffet bieten
- Baumstandorte, die optimale Wuchsbedingungen bieten – mit großvolumigen Baumgruben und unterstützenden Substraten, großen bepflanzten Baumscheiben und Schwammstadtelementen für ausreichend Regenwasserzufuhr (z. B. Wasserspeicher oder versickerungsfähige Belege)
- Versickerungsflächen oder Parkanlagen mit heimischen Wildblumenansaaten statt kurzgemähtem Rasen
- Renaturierungen von Gewässern für mehr Lebensräume im und am Wasser
- Entsiegelungsmaßnahmen mit naturnaher Begrünung
- Dachbegrünung, vor allem intensivbegrünt oder mit Lebensraumelementen wie Sandlinsen, Totholz oder kleinen Wassermulden oder in Kombination mit Photovoltaik
- Fassadenbegrünungen, vor allem bodengebundene oder fassadenintegrierte ohne Frischwassernutzung
Gelungene Beispiele bereiten wir auf und geben sie an andere Kommunen weiter. Wir freuen uns über Tipps und Hinweise telefonisch oder per E-Mail!
Kontakt
Anke Heidemüller
Teilprojektleiterin „Biodiversität in der kommunalen Klimaanpassung“
Email: Anke.Heidemueller@NABU-BW.de
Telefon: 0711 966 72-43
