Mit einer NABU-Geschenkpatenschaft für Wildbienen oder Greifvögel und Eulen schenken Sie Ihren Lieben ein ganz besonderes Stück Natur.
Mehr ...Neue Lebensräume in der Agrarlandschaft
Die übergeordnete Zielsetzung des bundesweiten Verbundprojekts ist eine deutlich messbare und dauerhafte Erhöhung des Rebhuhnbestandes durch die Entwicklung zusätzlicher Bruthabitate und die Aufwertung des Lebensraums. Dafür ist eine möglichst vollständige Erfassung der Rebhuhnbestände im Projektgebiet unerlässlich. Denn nur mit dem Wissen über die Rebhuhnvorkommen in der Projektregion können wir diese vom Aussterben bedrohte Offenlandart besser unterstützen.
Auch in Baden-Württemberg haben wir uns zum Ziel gesetzt, das Erlöschen der Rebhuhnpopulation im Verbundraum zu verhindern und eine Trendumkehr zu erreichen. Wir hoffen, dass es uns gelingt, die Rebhuhnbestände so zu sichern, dass sich die Rebhühner auch wieder ausbreiten. Dabei ist ein ganzheitlicher Ansatz mit der Beratung der Akteure, der Lebensraumaufwertung, dem Monitoring und der Reduzierung des Prädationsrisikos entscheidend.
Das Rebhuhn ist eine Leitart für artenreiche Agrarlandschaften. Durch die im Projekt angelegten Maßnahmen mit ihrem höheren Blütenangebot und Deckungsmöglichkeiten profitieren weitere Arten der Agrarlandschaft, wie Feldlerche, Feldhase, Schwalbenschwanz & Co. - Foto: NABU/Michael Eick
Perfekte Mischung aus Nahrung und Deckung
Landwirtschaftliche Flächen, die zeitweise aus der Bewirtschaftung genommen werden, können zum Herzstück eines Rebhuhn-Brutreviers werden. Die Ruhephasen in der Bewirtschaftung – oft von landwirtschaftlichen Betrieben zur Bodenverbesserung genutzt – schaffen ideale Bedingungen für das Rebhuhn. Gerade mehrjährige Brachen bieten die perfekte Mischung aus Deckung und Nahrung.
Wo es blüht und summt, gefällt es dem Rebhuhn
Eine mit mehrjährigen Wildblumen eingesäte Ackerfläche bietet dem Rebhuhn ideale Lebensbedingungen. Die Pflanzenvielfalt zieht Insekten an – eine wichtige Nahrungsquelle. Gleichzeitig sorgt die Deckung durch die Vorjahresvegetation dafür, dass Rebhuhnpärchen hier ihr Revier gründen.
So sollte eine Blühfläche gestaltet sein:
• Mindestens 20 Meter breit
• Vorjahresvegetation auf mindestens der Hälfte der Fläche, denn nur sie ist für die Brut geeignet
Wichtig ist eine hälftige Bodenbearbeitung:
• Die unbearbeitete Hälfte bietet im Mai dichte Deckung für die Brut.
• Die bearbeitete Hälfte entwickelt einen lückigeren Bewuchs – perfekt für die spätere Aufzucht der Küken.
• Für die bearbeitete Hälfte gilt: Keine Mahd oder Bodenbearbeitung im BrutzeitraumMai bis Mitte August!
Blühbrachen erfolgreich anlegen
Direkt loslegen auf Flächen ab 20 Metern Breite: die ersten Schritte zur Auswahl der Flächen und die Höhe der Fördersummen in Baden-Württemberg. Mehr →
Extensivgetreide bietet Nahrung und Ruhe
Extensiv bewirtschaftete Getreidefelder sind selten geworden. Doch für den Schutz des Rebhuhns hat diese Bewirtschaftungsform eine hohe Bedeutung. Das Getreide wird mit doppeltem Reihenabstand ausgesät und von einer vielfältigen, niedrig wachsenden Untersaat ergänzt. So entsteht ein ideales Nahrungsangebot, das in intensiv bearbeiteten und dicht wachsenden Getreidekulturen nicht zu finden ist. Die bunte Pflanzenvielfalt zieht zahlreiche Insekten an. Auch die Untersaat selbst dient als pflanzliche Nahrung. Und das Beste: In spät geerntetem extensivem Wintergetreide findet das Rebhuhn einen ruhigen Brutplatz.
Lebendige Lichtäcker gestalten
Direkt loslegen mit weiter Reihe und Untersaat: das ist bei der Planung zu beachten und so hoch ist die Förderung in Baden-Württemberg. Mehr →
Wenn, dann nur gut gepflegte Niederhecken
Hecken können für Rebhühner nur unter bestimmten Bedingungen von Vorteil sein – etwa bei hoher Schneelage im Winter, wenn andere Deckungsmöglichkeiten fehlen. In solchen Fällen bieten sie Schutz vor Fressfeinden. Doch Vorsicht: Füchse nutzen Hecken als Laufwege und nähern sich unbemerkt. Auch Greifvögel und Krähen finden hier den perfekten Ausguck.
Wenn schon Hecke, dann nur gut gepflegte Niederhecken aus heimischen Gehölzen und dichtem Bewuchs in Bodennähe mit breitem Krautsaum!
Hecken feldvogelgerecht pflegen
Direkt loslegen mit heimischen Sträuchern: So hoch sollte die Hecke maximal werden und diese Förderung gibt es in Baden-Württemberg. Mehr →
