Wind.Wald.Fledermaus: Artenschutz beim Windenergieausbau
Das Dialogforum Energiewende und Naturschutz zu Gast bei der Sofa- Akademie
Bechsteinfledermaus - Foto: Thomas Stephan
Windenergie ist ein wichtiger Baustein der Energiewende und damit auch des Klimaschutzes. Gleichzeitig können Windenergieanlagen für Fledermäuse eine erhebliche Gefahr darstellen. Die zunehmende Zahl von Windenergieanlagen im Wald hat Folgen für Quartier- und Jagdhabitate dieser sensiblen Arten. Zum einen kann es zu bau- und anlagebedingten Lebensraumverlusten kommen. Zum anderen können Fledermäuse durch Kollisionen mit Rotorblättern oder durch Verwirbelungen in deren Nahbereich verletzt oder getötet werden. Am 16. November 2026, wird von 18 bis 20 Uhr über den Artenschutz beim Windenergieausbau gesprochen.
In der Veranstaltung gibt Johanna Hurst (Freiburger Institut für angewandte Tierökologie (FrInaT)) zunächst anhand von vier beispielhaften Zielarten (Mops-, Bechstein- Rauhautfledermaus und Kleinabendsegler) einen Einblick in die Lebensweise und Lebensraumansprüche von Waldfledermäusen. Anschließend beleuchtet sie, warum diese Arten besonders sensibel auf den Windenergieausbau reagieren, und stellt den aktuellen Forschungsstand dazu vor.
Fiona Schlecht (Dialogforum Energiewende und Naturschutz) ordnet den Fledermausschutz bei Windenergieprojekten in die aktuelle Gesetzeslage ein und informiert darüber, wie der Fledermausschutz dabei abgesichert ist.
Zum Abschluss stellt Luca Bonifer (NABU BW) das neu angelaufene Artenhilfsprogramm „Lebensraumschutz für Windkraftsensible Waldfledermäuse“ vor. Durch das Projekt soll bundesweit die Lebensraumqualität für durch Lebensraumverlust und Schlaggefährdung betroffenen Waldfledermausarten erhöht werden.
