Der NABU-Landesvorstand
Die Vorstandsmitglieder stellen sich vor
Der Landesvorstand 2025 (von links nach rechts): - Conny Sautter, Finn Zenker, Sophie Wiggenhauser, Thomas Hoffmann, Johannes Enssle, Andrea Frank-Bühler, Egbert Badey, Prof. Dr. Markus Röhl, Prof. Dr. Katrin Heer, Clara Stass, Landesgeschäftsführer Uwe Prietzel. - Foto: NABU/Bianka Lungwitz
Abgesehen vom Landesvorsitzenden versehen alle Vorstandsmitglieder ihr Amt ehrenamtlich. Wie auch die vielen hundert Aktiven in den Gruppen engagieren sie sich ehrenamtlich für den Naturschutz.
Johannes Enssle
NABU-Landesvorsitzender
Johannes.Enssle@NABU-BW.de
Johannes Enssle arbeitet seit 2006 für den NABU. Bis 2011 war er beim NABU-Bundesverband als Referent für Waldwirtschaft und Forstpolitik beschäftigt, dann wechselte er in gleicher Funktion zum Landesverband Baden-Württemberg. Im November 2016 wählten ihn die Delegierten des NABU Baden-Württemberg zum Landesvorsitzenden. Als Landesvorsitzender vertritt er die Positionen des NABU gegenüber der Politik und in der Gesellschaft.
Der gebürtige Donaueschinger studierte International Forest Ecosystem Management (B.Sc.) und Global Change Management (M.Sc.) an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung (FH) in Eberswalde und am International Agricultural College der Universität Wageningen in der Niederlande.
Warum engagierst Du Dich im NABU-Landesvorstand?
Der NABU gibt der Natur eine Stimme. Mit unseren über 112.000 Mitgliedern in Baden-Württemberg und mehr als 770.000 Mitgliedern bundesweit sind wir eine starke Gemeinschaft. Wir setzen uns für eine nachhaltigere Welt ein, damit auch unsere Kinder und Kindeskinder ein lebenswerte Umwelt vorfinden. Deswegen bin ich beim NABU aktiv.
Was sind die Schwerpunkte Deiner Vorstandsarbeit?
Ich möchte den NABU und damit auch den Naturschutz in Baden-Württemberg weiter voranbringen. Ich konzentriere mich dabei auf die Themen Landwirtschaft, Energiewende und Verbandsentwicklung.
Was macht das ehrenamtliche Engagement im NABU für Dich so besonders?
Ich habe größten Respekt vor allen Menschen, die ihre Zeit, ihre Kraft und ihre Leidenschaft dem Erhalt unserer Natur widmen. Unsere Ehrenamtlichen im NABU sind der Kern eines lebendigen Verbandes. Ich möchte daher meinen Beitrag dazu leisten, das Ehrenamt im NABU weiter stärken.
Thomas Hoffmann
Erster stellvertretender Landesvorsitzender
Thomas.Hoffmann@NABU-BW.de
Seit acht Jahren gehört Thomas Hoffmann dem NABU-Landesvorstand an. Er ist Volljurist und war bis 2011 Leiter des Referates „Naturschutz Recht“ beim Regierungspräsidium Karlsruhe. Zu seinen zentralen Aufgaben zählten neben dem Artenschutz und der Ausweisung von Naturschutzgebieten insbesondere die Natura-2000-Konsultation, bei der die Lebensräume gemäß der Vogelschutz- und FFH-Richtlinie festgelegt werden. Diese Tätigkeit ist durch die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur aktuell besonders relevant. Nach seiner Berufung ins Verkehrsministerium leitete er ein Referat, das sich vor allem mit den typischen Konflikten zwischen Straßenbau und Naturschutzbelangen befasste. Ein von ihm initiiertes Projekt zur ökologisch orientierten Pflege von 27.000 Hektar Straßenbegleitgrün gilt heute als erfolgreich umgesetzt.
Den NABU unterstützt er zudem mit seiner kommunalpolitischen Erfahrung als ehemaliger Gemeinderat sowie mit umfassendem Wissen über Verwaltungspraxis. Besonders wichtig ist ihm die Zusammenarbeit mit den NABU-Gruppen, denn nach seiner Überzeugung lässt sich Naturschutz am besten im gemeinsamen Handeln umsetzen, sei es beim Schutz von Streuobstwiesen oder bei der Förderung naturverträglicher städtebaulicher Planung. Privat ist er verheiratet, Vater von fünf Kindern und Großvater von 14 Enkeln.
Warum engagierst Du dich im NABU-Landesvorstand?
Der Naturschutz liegt mir sehr am Herzen. Er sollte auch aus ethischen Gründen Vorrang haben, nicht nur deswegen, weil er „nützlich“ sein kann. Außerdem ist es mir ein großes Anliegen, dass meine Nachkommen in einer lebenswerten Welt aufwachsen können. Ich habe daher sehr persönliche Gründe für mein Engagement – und die sind bekanntlich immer die besten.
Was sind die Schwerpunkte Deiner Vorstandsarbeit?
Die Beratung beim Streuobstschutz, bei Bebauungsplänen und bei den Rechte auf freien Informationszugang, das waren u.a. die Themen, die mich persönlich als Vorstandsmitglied beschäftigt haben. Die Frage aus den Ortsgruppen ergaben darüber hinaus ein interessantes, weites Themenfeld. Hinzu kam natürlich die allgemeine Strategiearbeit, etwa bei der naturverträglichen Landwirtschaft oder beim Umstieg auf erneuerbare Energien, und die Diskussion der damit verbundenen Rechtsprobleme.
Was macht das ehrenamtliche Engagement im NABU für Dich so besonders?
Der unkomplizierte, freundschaftliche Umgang miteinander. Alle wollen einer guten Sache dienen und sind mit großer Leidenschaft dabei, wenn es um den Schutz unserer Umwelt und unserer Natur geht.
Prof. Dr. Markus Röhl
Schatzmeister
Markus.Roehl@NABU-BW.de
Markus Röhl studierte in Tübingen Biologie mit den Schwerpunkten spezielle Botanik und Zoologie. Anschließend promovierte er an der Universität Hohenheim über ein moorökologisches Thema. Seit 2018 ist er für den Lehrstuhl Naturschutz und Vegetationskunde an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen berufen und leitet dort den Studiengang Naturschutz und Landschaftsplanung. Er ist seinem ursprünglichen Promotionsthema treu geblieben und forscht u.a. zum Thema Moor- und Herdenschutz. Markus Röhl ist seit seinem Studium Mitglied im NABU und wohnt zusammen mit seiner Ehefrau und drei Töchtern in Köngen.
Warum engagierst Du Dich im NABU-Landesvorstand?
Ganz einfach: Weil die Natur einen Anwalt braucht! Ich halte die Arbeit des NABU für sinnvoll und sehr notwendig. Meine Aufgabe im Landesvorstand ist es vor allem aktuelle Aspekte der Naturschutzforschung in den Verband zu tragen.
Was sind die Schwerpunkte Deiner Vorstandsarbeit?
Ich habe mich vor allem um Moore, Natura 2000 und Streuobst gekümmert. Gleichzeitig konnte ich zur Eingriffsregelung/Landschaftsplanung und allgemein beim Artenschutz zuarbeiten.
Was macht das ehrenamtliche Engagement im NABU für Dich so besonders?
Mit wirklich vielen hoch engagierten Mitgliedern für ein gemeinsames Ziel kämpfen.
Sophie Wiggenhauser
Sophie.Wiggenhauser@NABU-BW.de
Sophie Wiggenhauser stellt sich als Biologielehrerin und Naturfotografin oft die Frage, wie sie Faszination für die Natur wecken kann. Für einen gelingenden Umweltschutz ist es für sie eine Grundvoraussetzung, die Natur bewusst wahrzunehmen und wertzuschätzen. Die Umweltbildung liegt ihr daher besonders am Herzen. Für sie stehen NABU und NAJU für viele Angebote, die die schulische Bildung ergänzen. Wie kann Bildung für Biodiversität gestärkt werden? Wie können junge Menschen erreicht werden? Wie können Schule und Umweltbildung intensiver verbunden werden? All das sind Fragen, die sie mit ihrer Erfahrung im Bildungssystem gerne beantworten und umsetzen möchte. Der Dialog und die Unterstützung und das Vertrauen der Bürger*innen sind für sie entscheidend, um den Menschen ihre Verantwortung gegenüber der Natur und Umwelt bewusst zu machen.
Sophie Wiggenhauser schloss ihr Lehramtsstudium 2019 ab und engagierte sich bereits in ihrem Heimatdorf gegen die zunehmende Bodenversiegelung. Auch ein Praktikum im Nationalpark Wattenmeer zeigte ihr den Stellenwert des Dialogs im Naturschutz. Ihr Referendariat führte sie nach Heilbronn, wo sie für die Ortsgruppe „Heilbronn und Umgebung“ die Öffentlichkeitsarbeit betreibt und bei Veranstaltungen, im Amphibienschutz sowie in der Landschaftspflege mithilft.
Warum engagierst Du Dich im NABU-Landesvorstand?
In Zeiten der Digitalisierung und Urbanisierung entfernen sich vor allem junge Menschen immer mehr von der Natur. Die Artenkenntnis nimmt rasant ab, aber wie wir Naturschutz heute umsetzen, ist wegweisend für die Zukunft, gerade in der jungen Generation. Umso wichtiger ist es mir, sie zu befähigen, sich aktiv für den Erhalt unserer Ökosysteme einzusetzen. Daher ist es mir besonders wichtig, den Menschen die Natur nahezubringen und mich unter anderem für die Umweltbildung stark zu machen.
Was sind die Schwerpunkte Deiner Vorstandsarbeit?
Durch meine Arbeit als Biologielehrerin und mein Studium kann ich den NABU besonders bei den Themen "Bildung für Biodiversität" und "Natur an Schulen" sowie mit meinem wissenschaftlichen Fachwissen unterstützen. Auch die Sicht der jungen Generation möchte ich in die Vorstandsarbeit einbringen.
Was macht das ehrenamtliche Engagement im NABU für Dich so besonders?
Unsere Natur ist für mich ein Herzensthema, nicht nur die Freude an der Natur - am Draußensein, sondern auch die Wissenschaft, die sich damit beschäftigt. An unserer Natur werden wir niemals auslernen, denn es gibt immer Neues zu entdecken. Das Besondere an der Arbeit für den NABU ist, dass ich diese Naturverbundenheit und die Neugierde, die dahintersteckt, mit allen Menschen dort teilen kann. Auch wenn wir diskutieren und sich die Meinungen unterscheiden, in der Sache an sich, dem Schutz unserer Erde, ziehen wir alle an einem Strang.
Egbert Badey
Egbert.Badey@NABU-BW.de
Dipl. Ing., Baubiologe (IBN); geboren 1950 in Gelsenkirchen, verheiratet. Über den zweiten Bildungsweg mit Lehre im Steinkohlenbergbau (auch unter Tage) und Studium (Elektrotechnik/Energietechnik) im Ruhrgebiet, war er als selbstständiger Haustechnikplaner in einem Ingenieurbüro in Essen tätig. Nach dem Wohnortwechsel 1986 ins Schwabenland, ab 1988 Leiter der allgemeinen Stromversorgung der gesamten SSB-AG (Stuttgarter Straßenbahnen). Zurzeit in der Altersteilzeit (Freizeitphase). Nebenberuflich war er fast 30 Jahre im Bereich ökologisches Bauen und Sanieren, Energieberatung und Baubiologie tätig. In der Zeit hat er die Planung und Bauleitung von mehreren ökologischen Gebäuden durchgeführt.
Seit 1999 Mitglied im NABU, ab 2000 im Vorstand, seit 2002 stellvertretender Vorstand im NABU Eutingen, ab 2007 Vorstand/Vorstandsprecher im NABU-Bezirksverband Gäu-Nordschwarzwald. Als fast „Ahnungsloser“ im Bereich Flora und Fauna möchte er sich dafür einsetzen, dass der NABU das Thema Energie/Energiewende weiter intensiviert.
Warum engagierst Du Dich im NABU-Landesvorstand?
Als Baubiologe habe ich mich schon von Jugend an mit Natur, Naturbaustoffen und deren Wirkung auf die Umwelt beschäftigt. Im NABU-Landesvorstand bot sich für mich die Möglichkeit meine bauphysikalischen und baubiologischen Kenntnisse in den Neubau des NABU-Bodenseezentrums einzubringen.
Was sind die Schwerpunkte Deiner Vorstandsarbeit?
Projektbegleitend die Planungen und Arbeiten für das neue NABU-Bodenseezentrum betreuen und Entscheidungen in baubiologischen und kostenmäßigen Fragen herbeiführen. Ebenso möchte ich die Anstrengungen zur einheitlichen Meinungsbildung des NABU in puncto ökologischer Energiewende unterstützen. Außerdem möchte ich mich dafür einsetzen, dass hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Aufbau von Kinder- und Jugendgruppen eingestellt werden!
Was macht das ehrenamtliche Engagement im NABU für Dich so besonders?
Das ehrenamtliche Engagement im NABU gibt mir Gewissheit, dass wir durch die große Zahl der Mitstreiter mit unseren Themen Gehör in der kleinen und großen Politik finden. Dadurch können wir einen Beitrag leisten, indem wir diesen Planeten für uns Menschen lebenswert erhalten.
Clara Staß
Clara.Stass@NAJU-BW.de
Clara Staß wurde 2002 geboren und stammt aus Vaihingen/Enz. Sie studiert aktuell an der RPTU Landau das Studienfach Mensch und Umwelt. Ihr Interesse an der Umweltbildung und der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen begann während ihres FÖJs 2020/21 auf dem Schulbauernhof Pfitzingen. Nach dem Absolvieren ihres FÖJs, war sie sich sicher, dass sie sich weiterhin im Bereich der Kinder und Jugendumweltbildung engagieren möchte.
Ihren ersten Kontakt zur NAJU und damit auch zum NABU hatte sie durch die Teilnahme am Jugend- und Umweltfestival „Aufstand“ 2021. Im Jahr darauf fand sie ihren Weg in den Vorstand der NAJU Baden-Württemberg, wo sie Einblicke in die strukturellen Abläufe der NAJU und des NABU gewinnen konnte. Zudem engagierte sie sich in verschiedenen Projekten der NAJU, etwa in der Lobbyarbeit, der Vernetzung mit anderen Landesverbänden auf Bundesebene und der Organisation des Festivals „Aufstand“.
Im Jahr 2024 wurde Clara schließlich zur Landesjugendsprecherin der NAJU Baden-Württemberg gewählt, mit der Aufgabe, die NAJU auch im NABU zu vertreten.
Durch ihre praktische Erfahrung in der Vorstandsarbeit und die erlernten umweltwissenschaftlichen Kenntnisse durch ihr Studium erhofft sie sich die Interessen der NAJU nicht nur im NABU Baden-Württemberg, sondern auch auf anderen Ebenen kompetent vertreten zu können. Besonders wichtig ist ihr ein enger und transparenter Austausch zwischen NABU und NAJU, den sie weiter ausbauen möchte.
Warum engagierst Du Dich im NABU-Landesvorstand?
Seit meinem FÖJ habe ich eine große Leidenschaft für den Naturschutz entwickelt. Mein Studium hat mir dabei geholfen, meine fachlichen Kenntnisse zu vertiefen, und nun freue ich mich darauf, diese aktiv in meiner Arbeit einzubringen. Mir ist es wichtig, Menschen für den Naturschutz zu begeistern und ihnen meine Überzeugung näherzubringen, um gemeinsam aktiv zu werden.
Was sind die Schwerpunkte Deiner Vorstandsarbeit?
Die Vertretung der NAJU und damit der Jugend liegt mir sehr am Herzen. Ich halte es für essenziell, die Perspektiven junger Menschen in Entscheidungsprozesse und die Vorstandsarbeit einzubeziehen, um so ihre Stimme hörbar zu machen.
Was macht das ehrenamtliche Engagement im NABU für Dich so besonders?
Ich sehe das Engagement im Vorstand des NABU als eine tolle Möglichkeit, Ideen im Sinne der NAJU zu vertreten. Die Zusammenarbeit von Menschen, die sich für das gleiche Ziel einsetzen, aber unterschiedliche Perspektiven einbringen, schafft das Potenzial, wirklich wertvolle Ergebnisse zu erzielen.
Andrea Frank-Bühler
Andrea.Frank-Buehler@NABU-BW.de
Andrea Frank-Bühler ist Dipl.-Biologin mit Schwerpunkten in Botanik und Pharmazeutischer Biologie. Neben Familie und Beruf leitete sie 20 Jahre lang als 1. Vorsitzende die NABU-Gruppe Weil der Stadt. Sie kennt die Herausforderungen ehrenamtlicher Tätigkeit im Interesse des Naturschutzes vor Ort also bestens.
Im Rahmen der Tätigkeit als Mitglied des NABU-Landesvorstandes liegt ihr der Schwerpunkt Naturvielfalt in Stadt und Dorf besonders am Herzen.
Aktiv vorangetrieben hat sie die naturnahe Umgestaltung des Firmengeländes bei ihrer beruflichen Tätigkeit beim Walther Schoenenberger Pflanzensaftwerk GmbH & Co. KG. Hier werden Kräuter aus regionalem Bio-Anbau zu Heilpflanzensäften verarbeitet. Daran schließt sich das Thema naturverträgliche Landwirtschaft an. Ebenso hat sie Erfahrungen als Bio-Beauftragte und Teil des Nachhaltigkeits-Kernteams der Firma mit den Zertifizierungen EMAS plus und der KlimaWIN des Landes Baden-Württemberg. Somit sind ihr auch Themen zur naturverträglichen Energiewende nicht fremd.
Warum engagierst Du Dich im NABU-Landesvorstand?
In meiner langjährigen Arbeit in der Ortsgruppe habe ich die Aspekte des Naturschutzes vor Ort in allen Facetten kennengelernt. Diese Erfahrungen möchte ich nun auf anderer Ebene konstruktiv einbringen. Zudem gibt mir die neue Position die Möglichkeit, meinen Blick auf die Dinge zu erweitern.
Was sind die Schwerpunkte Deiner Vorstandsarbeit?
Durch mein Biologie-Studium und berufliche Tätigkeit konnte ich Wissen und Erfahrungen, sowohl im fachlichen Detail, als auch zu übergreifenden Themen, wie z. B. Nachhaltigkeit und im Produkt-Management sammeln. Dies möchte ich für die Arbeit im Vorstand nutzen, um die Prozesse voranzubringen.
Was macht das ehrenamtliche Engagement im NABU für Dich so besonders?
Ich schätze die hohe fachliche Kompetenz und den engagierten Einsatz für die Grundlage unseres Lebens unter den vielen Menschen auf allen Ebenen. Der Mensch ist Teil dieser Natur und kann sich bei allen Errungenschaften der Zivilisation im Endeffekt nicht herausnehmen. Wo wir gegen die Natur arbeiten, treffen wir am Ende uns selbst! Für diese Überzeugung setze ich mich ein.
Finn Zenker
finn.zenker@nabu-bw.de
Finn Zenker entdeckte seine Begeisterung für die Natur bereits als Kind in den Streuobstwiesen seiner Heimat. Um sich aktiv für deren Vielfalt einzusetzen, trat er 2020 dem NABU Emmendingen bei. Nach einem Freiwilligen Ökologischen Jahr an der Wildtierforschungsstelle Baden-Württemberg begann er das Studium Landschaftsplanung und Naturschutz in Nürtingen. Sein besonderes Interesse gilt den Vögeln und Fließgewässern. Im Jahr 2021 initiierte Zenker beim NABU Emmendingen das Wasseramselprojekt: eine Citizen-Science-Kartierung, die Erhebungen zur Brutbiologie sowie das Anbringen von Nistkästen umfasst. Seit 2023 ist er in seiner Gruppe als Fachperson für Gewässerschutz tätig, setzt sich für Revitalisierungs- und Artenschutzmaßnahmen ein und übernimmt Aufgaben in der Öffentlichkeitsarbeit. Zudem verfasst er Stellungnahmen zu Eingriffen im Landkreis und arbeitet dabei kontinuierlich an tragfähigen Kompromissen. 2025 wurde er vom NABU-Landesverband zum Fachbeauftragten für Fließgewässer und aquatischen Artenschutz berufen.
Zenker verweist darauf, dass sich lediglich sechs Prozent der Fließgewässer in einem guten ökologischen Zustand befinden, obwohl sie als wertvolle Lebensadern gelten. Sie beherbergen eine hohe Biodiversität, schützen vor Hochwasser und Dürre, verfügen über natürliche Selbstreinigungskräfte und erbringen wichtige Ökosystemleistungen. Fische, Krebse und Muscheln hätten zwar keine laute Stimme, seien jedoch unverzichtbar für funktionierende Ökosysteme. Für ihren Schutz möchte er sich besonders einsetzen. Neben seiner fachlichen Tätigkeit ist ihm die Beteiligung junger Menschen im Naturschutz ein großes Anliegen. Er betont, dass es viele junge, naturbegeisterte Menschen gebe, und stellt die Frage, wie diese langfristig in die NABU-Arbeit eingebunden werden können. Mit seinen Erfahrungen im Gewässerschutz und seinem umfassenden Engagement für den Naturschutz möchte Finn Zenker aktiv an der Weiterentwicklung des NABU Baden-Württemberg mitwirken.
Warum engagierst Du Dich im NABU-Landesvorstand?
Weil ich überzeugt bin, dass Naturschutz vor allem dann gelingt, wenn wir gestalten statt reagieren. Und genau dazu möchte ich im Landesvorstand beitragen.
Was sind die Schwerpunkte Deiner Vorstandsarbeit?
Fachlich bin ich in der Vogelkunde und in der Gewässerökologie zu Hause. Das Themenfeld Gewässer ist in unserem Naturschutzverständnis nur geringfügig vertreten. Dabei stellen sie einen wichtigen Lebensraum und Ökosystemdienstleistungen zur Verfügung. Es ist ein Querschnittsthema, welches ich stärken möchte. Zudem finde ich es wichtig, dass die vogelkundliche Ausrichtung vertreten. Ortsgruppen sind der Sockel unserer Aktivitäten. Deswegen ist es ein Anliegen für mich, dass die Interessen und Wünsche von Ortsgruppen berücksichtig werden. Durch mein Studium "Landschaftsplanung und Naturschutz" sowie junge Perspektive möchte ich den NABU Baden-Württemberg langfristig voran entwickeln.
Was macht das ehrenamtliche Engagement im NABU für Dich so besonders?
Ich erlebe unser Engagement als positiv, wertschätzend und wirksam. Durch unsere Aktivitäten haben wir die Möglichkeit, die Stimme der Natur zu sein. Zudem schaffen wir viele positive Beispiele, bei denen die Biodiversität gestärkt wird. Das ist für mich eine Herzensangelegenheit.
Conny Sautter
cornelia.sautter@nabu-bw.de
Conny Sautter ist seit 1990 Mitglied im NABU und bereits seit 1988 aktiv im Naturschutz engagiert. Im Sommer dieses Jahres wurde sie zur stellvertretenden Vorsitzenden des NABU Schwäbisch Gmünd gewählt. Zuvor war sie in verschiedenen NAJU- und NABU-Gruppen in Baden-Württemberg tätig, wo sie Kinder- und Jugendgruppen leitete und unterschiedliche Vorstandsämter bis hin zur Bezirksebene im Bezirk Gäu-Nordschwarzwald übernahm. In dieser Zeit lernte sie die Vielfalt der NABU-Arbeit kennen und brachte zahlreiche Projekte voran.Im Jahr 2023 wurde Sautter zudem in den Finanz- und Prüfungsausschuss des NABU-Bundesverbandes berufen. Seit neun Jahren arbeitet sie überwiegend vom Schreibtisch aus und koordiniert sowie plant Naturschutzprojekte vor Ort. In ihrer mittlerweile über 35-jährigen aktiven Zeit hat sich das Ehrenamt ihrer Beobachtung nach stark verändert und sei heute anspruchsvoller denn je. Die Entlastung, Stärkung und verlässliche Unterstützung der Ehrenamtlichen in den NABU-Gruppen vor Ort ist ihr daher ein besonderes Anliegen. Der Schutz der Natur und die Bewahrung der Artenvielfalt seien für Sautter eine Herzensangelegenheit, der sie ihr gesamtes Engagement widmen möchte. Mit ihrem Hintergrund als Diplom-Verwaltungswirtin sowie als selbstständige Personalentwicklerin und Organisationsberaterin sieht sie sich in der Lage, den Landesverband bei seiner weiteren Professionalisierung zu unterstützen. Sie betont, dass sie die Prozesse im Vorstand des NABU Baden-Württemberg sehr gerne aktiv mitgestalten würde.
Warum engagierst Du Dich im NABU-Landesvorstand?
Die bislang festgesetzten NABU Strategien im Landesverband, insbesondere die naturverträgliche Landwirtschaft, möchte ich mitgestalten und weiterentwickeln. Meine langjährigen Erfahrungen beim NABU auf Gruppenebene und im Bundesverband werde ich hierzu genauso wie meine Erfahrungen mit Organisationen im öffentlichen Bereich einbringen.
Was sind die Schwerpunkte Deiner Vorstandsarbeit?
Das Artensterben gilt es wo immer möglich zu stoppen. Mit meinen Kenntnissen und Erfahrungen in der Organisationsentwicklung kann ich den Landesverband bei der Entwicklung/Weiterentwicklung bisheriger und weiterer Strategien unterstützen.
Was macht das ehrenamtliche Engagement im NABU für Dich so besonders?
Im NABU setzten wir uns gemeinsam mit Gleichgesinnten für die Belange der Natur ein, die selbst nicht für sich sprechen kann. Das ist für mich etwas ganz Besonderes. Gemeinsam erreichen wir mehr, sind wir stärker.
Prof. Dr. Katrin Heer
Katrin.Heer@NABU-BW.de
Katrin Heer ist Naturschützerin aus Leidenschaft. Bereits in ihrer Kindheit und als Jugendliche war ihr Natur- und Umweltschutz ein großes Anliegen. Über das Jugendumweltfestival Aufstand kam sie zur NAJU in Baden-Württemberg und war von 2003 bis 2009 Landesjugendsprecherin. Anschließend war sie 2009 Mitglied im Landesvorstand des NABU, während sie in Ulm promovierte. Aus beruflichen Gründen zog sie 2013 mit ihrer Familie nach Hessen und forschte und lehrte an der dortigen Universität Marburg zu Waldgenetik, Naturschutz und Ökologie. Im Jahr 2021 folgte sie einem Ruf der Uni Freiburg, der sie wieder nach Baden-Württemberg führt. Dort ist sie heute Professorin für Forstgenetik an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen. Neben ihrer Forschung lehrt sie zu Forstgenetik, Naturschutzbiologie und bürgerwissenschaftlichem Engagement.
Warum engagierst Du Dich im NABU-Landesvorstand?
Der Einsatz für Natur- und Umweltschutz war mir schon immer wichtig. Über mein Engagement bei der NAJU bin ich schon während meines Studiums in die Gremienarbeit hineingewachsen, habe dabei viel gelernt und festgestellt, dass mir die Arbeit auf dieser Ebene liegt und Freude bereitet. Im Landesvorstand kann ich dazu beitragen, die Strategien und Schwerpunkte der Naturschutzarbeit auf Landesebene an immer neue Herausforderungen und Entwicklungen anzupassen.
Was sind die Schwerpunkte Deiner Vorstandsarbeit?
Ich möchte den NABU beim Schutz und Management von artenreichen und resilienten Ökosystemen und Naturräumen unterstützen. Der voranschreitende Klimawandel bedeutet, dass sich Ökosysteme verändern und damit auch Naturschutzmaßnahmen neu überdacht werden müssen. Gemeinsam mit dem NABU Baden-Württemberg möchte ich in den kommenden Jahren an diesen Herausforderungen arbeiten und dazu beitragen, Entscheidungen auf einer wissenschaftlichen Grundlage zu treffen. Zudem möchte ich die enge Zusammenarbeit von NABU und NAJU unterstützen und intensivieren, da besonders die junge Generation von den umweltpolitischen Entscheidungen der Gegenwart betroffen sein wird.
Was macht das ehrenamtliche Engagement im NABU für Dich so besonders?
Der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen geht uns alle an und ist eine riesige Aufgabe, die man am besten gemeinsam angeht. Bei NABU und NAJU ist man Teil einer großen engagierten Gemeinschaft, in der sich jede*r mir seinen Fähigkeiten einbringen kann.
Weitere Informationen finden Sie im NABU-Netz.
