Naturgarten
Holen Sie die Natur in den Garten!
Mit wenigen Maßnahmen können Sie Nutz- und Ziergärten zu Oasen machen. Daran werden nicht nur Sie eine Freude haben, sondern auch die Tiere, für die Artenvielfalt im Garten überlebenswichtig ist. Mehr →
NABU-Projektleiterin Karin Kilchling-Hink (links) und Pfarrerin Maren Müller-Klingler aus Trailfingen. Foto: NABU/Kathrin Baumann
Viele strahlende Gesichter gab es zum feierlichen Abschluss des Projekts „Kirchen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb – Entwicklungsräume für Mensch und Natur“ in Münsingen. Über eineinhalb Jahre hinweg hat der NABU gemeinsam mit Partnern geschaufelt und gebastelt: Es wurden 50 Nistkästen für Fledermäuse aufgehängt, 400 Sträucher, Rosenbüsche und Stauden gepflanzt, tausend Blumenzwiebeln gesteckt und vieles mehr. Sechs Modell-Kirchengemeinden im Biosphärengebiet Schwäbische Alb schufen so rund um ihre Gebäude und auf ihren Gartenflächen neue Lebensräume für Insekten, Amphibien, Fledermäuse und Vögel. Das Gemeinschaftsprojekt von NABU, evangelischer Landeskirche in Württemberg und dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb, finanzieller Förderer des Projektes, ist Ende Oktober zu Ende gegangen.
Rund 50 Gäste aus Politik, Kirchen und Naturschutz feierten in Münsingen die Auszeichnung des Kooperationsprojekts als „UN-Dekade-Projekt Biologische Vielfalt“. Helmfried Meinel, Ministerialdirektor im Umweltministerium, übergab den Preis. Grußworte sprachen Prof. Dr. Christian Rose, Prälat der Prälatur Reutlingen in der evangelischen Landeskirche in Württemberg, Stefan Schneider, Umweltbeauftragter der Diözese Rottenburg-Stuttgart und Prof. Dr. Markus Röhl, stellvertretender NABU-Landesvorsitzender.
Viel Lob, eine Urkunde und eine Foto-Collage zur Erinnerung bekamen die Vertreterinnen und Vertreter der sechs Modell-Kirchengemeinden Erkenbrechtsweiler-Hochwang, Münsingen, Mundingen, Trailfingen, Westerheim und Zwiefalten. „Mit ihrer Begeisterung und ihrem Einsatz zeigen die sechs Modell-Kirchengemeinden, dass der Schutz unserer heimischen Tiere und Pflanzen für jede und jeden von uns möglich ist. Die Schöpfung ist uns anvertraut und nur gemeinsam können wir sie bewahren", sagte Prälat Prof. Dr. Christian Rose.
Ohne die vielen fleißigen Hände wären die tollen Projekterfolge vor Ort nicht möglich gewesen, betonte auch Prof. Dr. Markus Röhl: „In hunderten von Arbeitsstunden haben sie Unterschlüpfe für Igel und Eidechsen gebaut oder Blühflächen angelegt. Konfirmandinnen und Konfirmanden halfen ebenso mit wie Geflüchtete. Ich freue mich, dass Ehrenamtliche aus Kirche und Naturschutz zusammengefunden haben und nun ihre Erfolge sehen, wenn es in den Pfarrgärten summt und zwitschert.“
Der Abschluss von „Kirchen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb – Entwicklungsräume für Mensch und Natur“ bildet zugleich den Anfang für ein neues Artenschutz-Projekt des NABU Baden-Württemberg, das im Sommer gestartet ist: „Blühende Gärten – damit es summt und brummt!“ richtet sich an Privatpersonen, Kirchengemeinden, Unternehmen und Vereine in ganz Baden-Württemberg, die eine von hundert kostenlosen Beratungen für die naturnahe Gartengestaltung erhalten können. Weitere Informationen gibt es hier
In Kirchtürmen und Dachstühlen finden Fledermäuse, Turmfalken und Dohlen Unterschlupf; Pfarrgärten können in blühender Vielfalt Lebensräume für Zauneidechsen, Schmetterlinge, Wildbienen und Igel bieten: Im Herzen der Gemeinden prägen Kirchen das Ortsbild und können damit sichtbares
Vorbild in Sachen Naturschutz sein. „Dieses Potenzial wollen wir gemeinsam mit Naturschützerinnen und Naturschützern vor Ort ausschöpfen“, sagt Ingrid Eberhardt-Schad, Teamleiterin Naturschutz des NABU Baden-Württemberg. Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb fördert das Projekt "Kirchen im Biosphärengebiet – Entwicklungsräume für Mensch und Natur“ des NABU Baden- Württemberg.
Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Umweltbüro der Evangelischen Landeskirche in Württemberg mit regionalen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern und wird in ökumenischer Kooperation durchgeführt. Im Rahmen des auf zwei Jahre angelegten Projekts erhalten Kirchengemeinden Unterstützung und Beratung, wenn sie die Artenvielfalt rund um ihre Gebäude und Grundstücke fördern.
Projektleiterin Karin Kilchling-Hink besucht interessierte Kirchengemeinden und macht sich vor Ort ein Bild von Gebäuden und Flächen. „Auf der Basis dieser kostenfreien Beratung entwickeln wir gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Kirchengemeinden und Ehrenamtlichen aus dem
Naturschutz Ideen für kleinere und größere Maßnahmen“, erklärt die Biologin.
Impressionen aus Lonie Geigles Naturgarten - Fotos: NABU/Lara Mignat
Alte Obstbäume - Foto: NABU/Lara Mignat
Kräuter wie Bärwurz und Blutwurz wachsen in hohlen Holzstämmen - Foto: NABU/Lara Mignat
Libellen, Molche und viele weitere Tiere finden sich rund um den Teich - Foto: NABU/Lara Mignat
Verschiedene Blühpflanzen sorgen für Farbtupfer - Foto: NABU/Lara Mignat
Mit wenigen Maßnahmen können Sie Nutz- und Ziergärten zu Oasen machen. Daran werden nicht nur Sie eine Freude haben, sondern auch die Tiere, für die Artenvielfalt im Garten überlebenswichtig ist. Mehr →
Vielen Vögeln gehen die Brutplätze aus. Nisthilfen sind daher sinnvoll, vor allem wenn Naturhöhlen oder alte Bäume fehlen. Wir zeigen, wie leicht es ist, Nistkästen zu bauen. Mehr →
Unsere heimischen Fledermäuse sind durch Quatierverlust und dem Mangel an passenden Unterkünften bedroht. Der NABU zeigt, wie den Tieren geholfen werden kann. Mehr →
Mit einer NABU-Geschenkpatenschaft für Wildbienen oder Greifvögel und Eulen schenken Sie Ihren Lieben ein ganz besonderes Stück Natur.
Mehr ...