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Nur jäten, was man kennt!

15 „Natur nah dran“-Kommunen besuchen Pflegeworkshops

In Mutlangen und Plankstadt fanden mit einigen Wochen Abstand jeweils zwei Schulungstage zur Pflege von naturnahen Grünflächen statt. Dabei lernten kommunale Mitarbeitende, welche Arten auf den Wildpflanzenflächen unerwünscht sind und welche Pflege ansteht.

Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen jäteten Projektflächen in Mutlangen. - Foto: NABU/H. Schweikardt

Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen jäteten Projektflächen in Mutlangen. - Foto: NABU/H. Schweikardt

Mutlangen/Plankstadt – Vertreterinnen und Vertreter aus 15 baden-württembergischen Kommunen trafen sich zu jeweils zwei Schulungen im Rahmen des Projekts „Natur nah dran“, die in Mutlangen beziehungsweise Plankstadt stattfanden. Der erste Termin fand im Mai statt, der zweite Ende Juni beziehungsweise Anfang Juli. Gemeinsam begutachteten und pflegten die Teilnehmenden die Grünflächen, die sie bei der Anlageschulung im Herbst 2025 gemeinsam mit Wildpflanzen umgestaltet haben. Mutlangen und Plankstadt sind die Demo-Kommunen für den Projektjahrgang 2025, hier treffen sich alle Kommunen dieses Jahrgangs für die Schulungen zur Anlage und Pflege.

„Die praxisnahe Schulung hilft den Kommunen die naturnahen Flächen fachgerecht zu betreuen“, so NABU-Projektleiter Martin Klatt. „Mit dem Projekt ‚Natur nah dran‘ kommen nicht nur Wildpflanzen nach Mutlangen und Plankstadt, sondern auch das Wissen, wie sie langfristig gepflegt werden müssen.“


Die Gemeinde Mutlangen gestaltete unter anderem eine leblose Schotterfläche an einer Schule naturnah um. Hier wachsen nun Wildpflanzen für Insekten. - Foto: NABU/H. Schweikardt

Die Gemeinde Mutlangen gestaltete unter anderem eine leblose Schotterfläche an einer Schule naturnah um. Hier wachsen nun Wildpflanzen für Insekten. - Foto: NABU/H. Schweikardt

Diese Kommunen nahmen teil
An der Veranstaltung nahmen Mitarbeitende und Ehrenamtliche aus den Kommunen Bergatreute, Biberach, Ellwangen, Ettlingen, Filderstadt, Fronreute, Hambrücken, Heiligenberg, Hüfingen, Hüttisheim, Mutlangen, Neuhausen im Enzkreis, Neuhausen auf den Fildern, Offenburg und Plankstadt teil. Wie Mutlangen und Plankstadt haben auch sie die „Natur nah dran“-Förderung erhalten und öffentliche Grünflächen im Sinne der Artenvielfalt angelegt. In den Demo-Kommunen lernten die Teilnehmenden unter fachlicher Anleitung der Naturgartenplaner Dr. Reinhard Witt und Dr. Eva Distler, welche Arten – etwa Steinklee oder Hirtentäschel – entfernt werden sollten, damit die gewünschten Arten ausreichend Licht und Platz für ihre Entwicklung erhalten.



  • Die Ansaat auf den neu angelegten Flächen braucht noch etwas Zeit, vereinzelt waren aber schon Blüten zu sehen. Im Bild: Schwarze Flockenblume. - Foto: NABU/H. Schweikardt

    Die Ansaat auf den neu angelegten Flächen braucht noch etwas Zeit, vereinzelt waren aber schon Blüten zu sehen. Im Bild: Schwarze Flockenblume. - Foto: NABU/H. Schweikardt

  • Welche Pflanze muss entfernt werden, welche darf wachsen? Die Gäste schauten genau hin. - Foto: NABU/H. Schweikardt

    Welche Pflanze muss entfernt werden, welche darf wachsen? Die Gäste schauten genau hin. - Foto: NABU/H. Schweikardt

  • Teilnehmende des zweiten Natur nah dran Pflegeworkshops in Plankstadt.

    Motivierte Stimmung trotz brütender Hitze in Plankstadt: die Teilnehmende des zweiten Natur nah dran Pflegeworkshops Anfang Juli. Foto: NABU/A. Marquardt

  • Hummel auf Natur nah dran Fläche in Plankstadt

    Hummel, Eidechsen und viele weitere Tiere fühlen sich auf Natur nah dran Flächen in Plankstadt heimisch. Foto: NABU/A. Marquardt

  • Auf den naturnahen Flächen in Mutlangen tummelten sich Schmetterlinge wie das Ochsenauge und verschiedene Wildbienenarten. - Foto: NABU/H. Schweikardt

    Auf den naturnahen Flächen in Mutlangen tummelten sich Schmetterlinge wie das Ochsenauge und verschiedene Wildbienenarten. - Foto: NABU/H. Schweikardt

  • Mutlangen legte unter anderem einen Wildstaudensaum an einer Schule an. - Foto: NABU/H. Schweikardt

    Mutlangen legte unter anderem einen Wildstaudensaum an einer Schule an. - Foto: NABU/H. Schweikardt

  • Wo Muskateller-Salbei blüht, ist auch die Blauschwarze Holzbiene nicht weit. - Foto: NABU/H. Schweikardt

    Wo Muskateller-Salbei blüht, ist auch die Blauschwarze Holzbiene nicht weit. - Foto: NABU/H. Schweikardt

  • Mitarbeitende aus sieben Kommunen trafen sich zur Schulung in Mutlangen. - Foto: NABU/H. Schweikardt

    Mitarbeitende aus sieben Kommunen trafen sich zur Schulung in Mutlangen. - Foto: NABU/H. Schweikardt

  • Auf dieser Fläche wurden nur zwei Streifen neu eingesät, die Wildpflanzen verbreiten sich von dort über die Jahre auf der Fläche. - Foto: NABU/H. Schweikardt

    Auf dieser Fläche wurden nur zwei Streifen neu eingesät, die Wildpflanzen verbreiten sich von dort über die Jahre auf der Fläche. - Foto: NABU/H. Schweikardt

  • Zweiter Natur nah dran Pflegeworkshop in Plankstadt

    Gemeinsam bejäten die Teilnehmenden in Plankstadt die Wildstaudenfläche. Foto: NABU/A. Marquardt

  • Heupferdchen auf Natur nah dran Fläche in Plankstadt

    Auch das junge Heupferdchen fühlt sich auf der Natur nah dran Fläche in Plankstadt wohl. Foto: NABU/A. Marquardt

Pflege und Geduld sorgen für gute Entwicklung
„Die im Projekt angelegten Flächen benötigen in der Anfangszeit gezielte Pflege und Geduld“, erläutert Martin Klatt, Projektleiter beim NABU Baden-Württemberg. „Im ersten Jahr blühen noch viele einjährige Pflanzen, wie Mohn oder Nelken-Leimkraut . Mit der Zeit kommen die ausdauernden Stauden dazu und es entwickeln sich stabile, artenreiche Pflanzengesellschaften, die vielen Insekten und Vögeln als Lebensraum dienen.“

Im Fokus der Schulung stand neben dem Jäten auch das Mähen. Unter Umständen müssen Blumenwiesen beispielsweise dann gemäht werden, wenn sie in voller Blüte stehen, damit sie sich langfristig gut entwickeln.



Die Schulungen und das vermittelte Fachwissen sind ein zentraler Teil des Projekts „Natur nah dran“. Das Kooperationsprojekt von NABU und Umweltministerium Baden-Württemberg unterstützt Städte und Gemeinden mit finanziellen Mitteln, Schulungen und fachlicher Beratung dabei, insektenfreundliche Grünflächen anzulegen.


Mehr erfahren

Teilnehmende pflanzen Frühblüher, wie Gelben Lauch, zwischen die Stauden - Foto: NABU/K. Wörner

Vom Plan zur Praxis

Beim Workshop im Herbst werden naturnahe Flächen angelegt

In Plankstadt und Mutlangen lernten Mitarbeitende und Ehrenamtliche aus den 15 aktuellen „Natur nah dran“-Kommunen, wie naturnahe Flächen angelegt werden. Die neu gestalteten Flächen sehen karg aus – bis zum Frühjahr braucht es Geduld und gute Kommunikation. Mehr →

Distelfalter auf einer „Natur nah dran“-Fläche in Neuenburg am Rhein - Foto: NABU/K. Wörner

Bunt, wild, artenreich

So sehen „Natur nah dran“-Flächen nach einigen Jahren aus

Grünflächen, die mit „Natur nah dran“ angelegt wurden, sollen langfristig Lebensraum für Insekten und andere Tiere bieten. Mit der richtigen Pflege gelingt das. Erfahren Sie hier, wie die Flächen einige Jahre nach dem Projekt aussehen. Mehr →

Mitarbeitende der „Natur nah dran“-Kommunen pflegen gemeinsam die Blüflächen in Marbach und Renningen. Foto: NABU/A. Marquardt

„Natur nah dran“-Bewerbung

So können Sie sich bewerben!

Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg konnten sich bis 2026 zum vorerst letzten Mal bewerben, um insektenfreundliche Blühflächen anzulegen. Hier finden Sie alle Informationen. Mehr →

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