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Warum haben Kühe vier Zitzen obwohl sie meistens nur ein Kälbchen haben?
Hätten Sie es gewusst? Der NABU beantwortet Kinderfragen
Eine Kuh auf der Weide - Foto: Claus Hektor
Es stimmt, dass die Anzahl der Zitzen mit der Anzahl der Nachkommen zu tun hat. Aber eine Zitze = ein Jungtier? Diese Rechnung geht nicht auf, erklärt Dr. Hansjörg Nußbaum vom Landwirtschaftlichen Zentrum für Rinderhaltung, Grünlandwirtschaft, Milchwirtschaft, Wild und Fischerei Baden-Württemberg (LAZBW). „Das Euter der Kuh ist eine Rückbildung der Milchleiste, die ursprünglich alle Säugetiere haben“, sagt der Experte. Bei einer Hündin ist die Milchleiste noch gut zu erkennen. Sie versorgt mit den vielen Zitzen bis zu zwölf Welpen. Andere Tiere haben im Lauf der Zeit immer weniger Zitzen ausgebildet. Dazu zählt etwa die Ziege oder das Pferd mit zwei Zitzen. Diese Tierarten bekommen in der Regel nur ein Junges. Also zwei Milchdrüsen für ein Jungtier? Nein, so funktioniert die Rechnung auch nicht. Denn es gibt eine Ausnahme: die Kuh! Sie hat vier Zitzen, obwohl sie meistens nur ein Kälbchen bekommt. Mit Mathematik kommen wir also nicht weiter. Somit bleibt uns nur, das Euter der Kuh als eine Laune der Natur zu verstehen. Die überzähligen Zitzen werden streng genommen nicht gebraucht, aber für das Kälbchen sind vier Stationen an der Milchbar ja auch ganz praktisch.
