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Mehr ...Wie sich jeder nachhaltig ernähren kann
Produkte aus der Region sind beim Einkauf zu bevorzugen
Ökologische Landwirtschaft - Foto: Ingo Ludwichowski
Leider wurde die Zulassung des Pestizids Glyphosat verlängert. Können wir denn - bezüglich Glyphosat - in unserem Alltag etwas bewegen?
Ja, jeder Bürger kann sich politisch, aber auch in seinem ganz normalen Alltag engagieren. Vor allem die individuellen Einkaufsgewohnheiten spielen hier eine große Rolle. Bei konventionell erzeugten landwirtschaftlichen Produkten, vor allem aus dem Ackerbau, ist nicht erkennbar, welcher Pflanzenschutz auf dem Feld angewendet wurde. Die Verwendung von Glyphosat ist deshalb für den Verbraucher leider nicht erkennbar. Bei Bio-Produkten kann die Käuferin oder Käufer sicher davon ausgehen, dass keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel (wie z. B. Glyphosat) eingesetzt werden.
Warum kann sich der Verbraucher bei Bio-Produkten diesbezüglich sicher sein?
Bio-Produkte werden den einzuhaltenden Richtlinien entsprechend ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel erzeugt. Diese Erzeugerrichtlinien werden von unabhängigen, amtlich zugelassenen Kontrollstellen regelmäßig kontrolliert und das Bio-Siegel erneuert. Kommt es zu einem Regelverstoß, kann der landwirtschaftliche Betrieb das Bio-Siegel verlieren.
Es gibt sehr viele verschiedene Bio-Siegel, nach welchen kann und sollte sich ein Verbraucher orientieren?
Neben den eigentlichen Bio-Siegeln kann der Verbraucher auch auf Regionalkennzeichnungen und Siegel für faire Handelsbedingungen achten. Alle diese Siegel dienen dem Verbraucher zur Orientierung und sind auf den Produkten gut zu erkennen. Die am häufigsten anzutreffenden Bio-Siegel beziehen sich auf Produkte, die nach den Bioland-, demeter- oder Naturland-Standards erzeugt wurden. Einen guten Überblick über die Siegel erhalten Sie auf der Homepage des NABU Bundesverbands.
Rotwein-Rebstöcke - Foto: Helge May
Immer mehr Verbraucher fragen nach regional erzeugten Produkten. Was hält der NABU von diesem Trend?
Das ist der richtige Weg. Und das sage ich aus vollster Überzeugung. Zwei Gründe hierzu:
1. Mit regionalen Produkten werden die landwirtschaftlichen Betriebe bei uns vor der Haustüre unterstützt. In Baden-Württemberg sind dies überwiegend Familienbetriebe, die unsere Kulturlandschaft geschaffen haben und weiter pflegen. Ihr Fortbestand muss uns alle angehen.
2. Bei regionalen Erzeugnissen können wir als Verbraucher häufig selber nachsehen, von welchem Hof das Produkt stammt. Der landwirtschaftliche Betrieb muss und kann zu seinem Produkt stehen und kann dazu auch Fragen beantworten. Viele regionale Produkte werden über eine Regionalmarke vermarktet, diese sind mit zusätzlichen, überprüfbaren Erzeugerkriterien hinterlegt.
Welche Produkte erhält man über regionale Erzeugergemeinschaften?
Hier existiert zum Glück ein sehr breites Angebot: Von Fleisch, Milch und Käse, über Obst und Gemüse, Nudeln, Pesto und Marmelade bis hin zu Paprika aus dem Hegau. Im Bereich der Regionalmarken leisten sehr viele Gruppen sehr gute Arbeit, hier können z. B. viele vom Land unterstützte Geschäftsstellen (LEADER, ehemals Plenum, Biosphärengebiete,...) helfen.
Was kann jeder tun, um sich gesund und gleichzeitig nachhaltig zu ernähren?
- Ein nachhaltiger Umgang mit landwirtschaftlichen Produkten impliziert auch den Fleischkonsum zu reduzieren (derzeit rund 52 Kilogramm Fleisch/Jahr pro Bundesbürger).
- Mehr regionale und mehr saisonale Produkte kaufen.
- Der NABU sieht viele Vorteile in der ökologischen Landwirtschaft und empfiehlt deshalb auch, beim Einkaufen Bioprodukte zu bevorzugen.
- Sich für Ernährungszusammenhänge interessieren, beim Einkaufen nachfragen, wo die Produkte herkommen, wie sie angebaut werden.
- Beim Essen (und gerne auch beim Einkaufen und Zubereiten) Zeit nehmen, bewusst genießen.
- Beim Einkaufen die Mengen realistisch planen, ansonsten landet hinterher zu viel auf dem Müll.
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