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Okulieren, Kopulieren, Pfropfen

Durch Obstbaumveredelung werden alte Kultursorten bewahrt

Viele der heute bekannten Apfel- und Birnensorten stammen aus dem 19. Jahrhundert oder sind sogar noch älter: Die Veredelungstechnik des Pfropfens ermöglichte es, die schon im Mittelalter angebauten Obstsorten bis in unsere Zeit zu bewahren.

Äpfel der Sorte „Winter-Goldparmäne“ – Foto: Helge May

Äpfel der Sorte „Winter-Goldparmäne“ – Foto: Helge May

Geschichte Bereits in der Antike kannten die Menschen die Technik der Veredelung. So waren die Phönizier nicht nur ausgezeichnete Seefahrer: Sie beherrschten auch die Kunst der Baumveredelung. Bereits vor rund 3000 Jahren hegten und pflegten sie in ihren großzügig gestalteten Obstgärten veredelte Bäume.

In Europa wird diese Form der Baumvermehrung seit dem Mittelalter praktiziert. Viele der heute bekannten Apfel- und Birnensorten stammen aus dem 19. Jahrhundert oder sind sogar noch älter: Die Veredelungstechnik des Pfropfens ermöglichte es, die schon im Mittelalter angebauten Obstsorten über Jahrhunderte hinweg bis in unsere Zeit zu bewahren. Genetisch identische Nachkommen dieser Sorten sind also auch heute noch – wenn inzwischen auch nur noch selten – in Obstgärten oder auf Streuobstwiesen anzutreffen.

Beispiele für Apfelsorten, die bereits vor einigen Jahrhunderten kultiviert wurden, sind die Goldparmäne (1510 Normandie), der Rote Herbstkalvill (1565 Stuttgart), der Rote Eiserapfel (vor 1600) oder der Danziger Kantapfel (vor 1760).


Veredelung

Die Sorte Rote Eiserapfel ist über 400 Jahre alt. – Foto: Helge May

Die Sorte Rote Eiserapfel ist über 400 Jahre alt. – Foto: Helge May

Das Hauptziel der Veredelungstechnik ist es, sortenechte beziehungsweise sortenreine Nachkommen zu erhalten, also solche Nachkommen, die genetisch identisch sind mit dem Stammbaum.

Sortenrein ist der Teil des Baumes, der über der Veredelungsstelle liegt. Aus ihm entwickelt sich die spätere Baumkrone, auf der die Früchte der gewünschten Apfel- oder Birnensorte reifen. Diesen als „Edelreiser“ bezeichneten Trieb gewinnt man, indem man einen kurzen, einjährigen Trieb vom Mutterbaum der gewünschten Obstsorte abschneidet.

Der Teil des zukünftigen Baumes, der die Wurzel bildet, wird „Wildling“ oder „Unterlage“ genannt. Um die Veredelung durchführen zu können, sägt man von dieser Wurzelunterlage zunächst die Krone ab. Dann wird der abgeschnittene Trieb, der Edelreiser, auf das Stämmchen des Wildlings gepfropft.


Einfache Kopulation

Einfache Kopulation

Wichtig für den Erfolg der Veredelung von Wildling und Edelreiser ist der Verwandtschaftsgrad. Sind Unterlage und Reiser eng miteinander verwandt, liegen die Chancen gut, dass die Partner komplikationslos zusammenwachsen. In der Regel wird in der Praxis deshalb auf bewährte Kombinationen zurückgegriffen, beispielsweise Aprikose und Pflaume (beide gehören zur Prunus-Gattung).

Die verbreitetsten Veredelungsmethoden sind Okulation, Pfropfung und Kopulation. Die Methode wird abhängig von der Jahreszeit, der Auflagefläche von Unterlage und Edelreiser oder der Obstart ausgewählt. Bei allen Veredelungsarten ist unbedingt darauf zu achten, dass die verwendeten Reiser gesund sind. Denn nur so kann einer Übertragung von Viruskrankheiten vorgebeugt werden.


Vorteile der Veredelung

Kopulation mit Gegenzunge

Kopulation mit Gegenzunge

Ein wesentlicher Vorteil der Veredelung liegt darin, dass durch die gezielte Kombination von Unterlage und Sorte die Größe, der Ertrag, das Alter und die Resistenz gegenüber Krankheiten und Schädlingen des zukünftigen Baumes entscheidend beeinflusst werden können.

Ob Apfel, Birne oder Zwetschge – für jede Art können unterschiedlich wuchsstarke Unterlagen bezogen werden. Sortenreine Edelreiser mit ihren besonderen Eigenschaften lassen sich auch über große Entfernungen problemlos versenden.

Die Veredelung kombiniert gezielt die gewünschten Eigenschaften verschiedener Ursprungsbäume miteinander. Die Erbinformationen von Baumkrone (Edelreiser) und Wurzeltrieb (Wildling, Unterlage) sind nicht identisch.


Entstehung neuer Obstsorten

Neue Obstsorten hingegen entstehen zum einen aus Zufallsämlingen. Bei dieser generativen, also geschlechtlichen Form der Vermehrung, besitzt der Jungbaum sowohl erwünschte als auch unerwünschte Merkmale beider Elternbäume. Dieser Zufallsämling wird als nicht sortenrein bezeichnet. Er kann aber, sofern die neu erfolgte Kombination der Eigenschaften entdeckt und für gut befunden wurde, zu einer eigenständigen, neuen Obstsorte kultiviert werden. Ein Beispiel für diese Form der Entstehung ist die "Unterländer Kirsche", die Streuobstsorte des Jahres 2007. Der Ursprung aller heutigen Unterländer Kirschbäume war ein im Raum Esslingen zufällig entdeckter Sämling.

Aber auch durch gezielte Züchtung entstehen neue Sorten. In Baumschulen oder Obstgärten werden ausgewählte Elternbäume künstlich befruchtet und die entstandenen Samen ausgesät. Darüber hinaus gibt es weitere Entstehungswege, zum Beispiel durch die Mutation einzelner Knospen und deren künstlicher Vermehrung.


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