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Vorlesen

Naturverträgliche Landwirtschaft

NABU-Schwerpunkt 2030

Eine naturverträglich bewirtschaftete Agrarlandschaft trägt zur Artenvielfalt bei. Dafür braucht es politische Rahmenbedingungen, die Naturschutz ermöglichen.

Getreidefeld. - Foto: NABU/Christoph Kasulke

Getreidefeld. - Foto: NABU/Christoph Kasulke

Eine abwechslungsreiche und naturnahe Agrarlandschaft bietet Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen und trägt damit entscheidend zur Biodiversität im Land bei. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, dass Wildkräuter und Ackerrandstreifen auf unsere Felder zurückkehren, weniger Pestizide auf Äckern ausgebracht werden und Öko-Landbau gestärkt wird. Landwirtinnen und Landwirte benötigen dabei die Unterstützung der Politik, etwa um Streuobst besser vermarkten zu können und Naturschutz umzusetzen.

Die Intensivierung der Landwirtschaft hat verheerenden Folgen für die Natur, unser Trinkwasser und zahlreiche Betriebe, die dem wirtschaftlichen Druck nicht standhalten konnten. Wir sehen es als unsere Aufgabe, eine naturverträgliche Landwirtschaft zu etablieren.

Deshalb bieten wir Foren für den Austausch zwischen Politik, Landwirtschaft und Naturschutz. Gemeinsam wollen wir Wege finden, eine zukunftsfähige Landwirtschaft zeitnah umzusetzen, Lebensräume zu schaffen und zu erhalten sowie die Artenvielfalt im Land zu schützen. Unser Ziel ist eine naturverträgliche, sozial gerechte und ökonomisch tragfähige Landwirtschaft. Dafür engagieren wir uns unter anderem im Veränderungsdialog Baden-Württemberg mit anderen Akteuren aus den Bereichen der Landwirtschaft, des Naturschutzes und Lebensmitteleinzelhandels.


Wir setzen uns dafür ein, dass ...

  • das Biodiversitätsstärkungsgesetz konsequent umgesetzt und mit den Zielen der EU-Wiederherstellungsverordnung sowie des Klimaschutzes wirksam verzahnt wird.
  • Lebensräume in der Agrarlandschaft gestärkt werden, insbesondere durch Refugialflächen, den Schutz von Streuobstwiesen sowie wirksame Maßnahmen für Feldvögel und Bestäuber.
  • der Einsatz von Pestiziden deutlich reduziert und umfassende Transparenz darüber geschaffen wird.
  • der Ökolandbau deutlich ausgebaut und als zukunftsfähige Bewirtschaftungsform gestärkt wird.
  • naturbasierte Klimaschutzmaßnahmen wie Moorwiedervernässung, ökologische Gewässerentwicklung und angepasste Ackerbewirtschaftung zum Standard werden.
  • Förderprogramme und politische Prozesse konsequent auf Biodiversität, Klimaschutz und eine nachhaltige Landwirtschaft ausgerichtet werden.
  • wissenschaftliche Erkenntnisse praxisnah vermittelt und gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben umgesetzt werden.

Der NABU handelt:

  • Rebhühner - Foto: Volker Saß/www.naturgucker.de

    Schutzprogramm für gefährdete Agrarvögel

    Rebhuhn, Kiebitz und Grauammer zählen zu den am stärksten gefährdeten Vogelarten in Baden-Württemberg. Ihr Schutz muss nun Priorität haben. Mehr →

  • Rebhühner - Foto: DVL/Lisa Dumpe

    Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!

    Das Rebhuhn ist nur selten zu beobachten. Gemeinsam mit Projektpartnern setzt sich der NABU-Landesverband für den Lebensraum des Rebhuhns ein. Mehr →

  • Junge Rauchschwalben - Foto: Bärbel Franzke

    Schwalbenfreundliches Haus

    Da es den Schwalben in Deutschland nicht besonders gut geht, hat der NABU die Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ ins Leben gerufen. Mehr →

  • Im Sommer geht es im Dialogforum Landwirtschaft nach draußen - Foto: iStockphoto.com/LivingImages

    Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz fördert Austausch

    Das NABU-Projekt "Dialogforum Landwirtschaft und Naturschutz" förderte den Austausch über biologische Vielfalt in den Agrarlandschaften. Mehr →

Wissen

  • Kiebitz - Foto: Frank Derer

    Vogel des Jahres 2024: Der Kiebitz im Porträt

    Heutzutage ist der Kiebitz weitgehend aus der Agrarlandschaft verschwunden und gilt in Baden-Württemberg als vom Aussterben bedroht. Mehr →

  • Wiese mit Siedlung – Foto: Michael Sauer

    Studie zur Rettung der Kulturlandschaft

    Wie lässt sich das Artensterben auf Äckern und Wiesen stoppen? Die KuLa-Studie von 15 Verbänden liefert Vorschläge zur Zukunft der Landwirtschaft. Mehr →

Mehr zu den NABU-Schwerpunkten 2030:

Steinkauz. - Foto: Eberhard Körner

NABU-Schwerpunkte 2030

Arbeitsprogramm des NABU Baden-Württemberg

Der NABU Baden-Württemberg setzt sich für wirksamen Natur- und Klimaschutz ein. Bis 2030 konzentrieren wir uns auf drei zentrale Hebel: naturverträgliche Landwirtschaft, mehr Natur in Stadt und Dorf sowie naturverträgliche Energiewende. Mehr →

Kontakt

Jochen Goedecke - Foto: Adam Schnabler
Jochen Goedecke
Referent für Landwirtschaft und Naturschutz E-Mail schreiben 0711 96672-25

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