„Natur nah dran“-Bewerbung
So können Sie sich bewerben!
Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg können sich bewerben, um insektenfreundliche Blühflächen anzulegen. Hier finden Sie alle Informationen und Tipps zur Bewerbung. Mehr →
Eine Natternkopf-Mauerbiene surrt am Gewöhnlichen Natternkopf. Foto: NABU/K. Wörner
Auf dieser Natur nah dran Fläche in Kehl gedeiht der Gewöhnliche Natternkopf neben anderen Pflanzen wie Mohn oder Färberkamille. Mit einem Holzbalken als Abgrenzung zum kurz gemähten Bereich vermittelt die Fläche einen gepflegten Eindruck. Foto: NABU/Anette Marquardt
Betrachtet man die Einzelblüten des Gewöhnlichen Natternkopfes von der Seite, ist die namensgebende Form des Schlangenkopfes mit der herausragenden Zunge deutlich zu erahnen. Foto: NABU/Anette Marquardt
Wie hier auf der Natur nah dran Fläche in Radolfzell zu sehen, kommt der Natternkopf auch mit kargen Böden zurecht und bietet attraktive Blühaspekte. Foto: NABU/Anette Marquardt
Wie auch dieser Hummel bietet der Gewöhnliche Natternkopf vielen weiteren Insekten Nahrung. Foto: NABU/Anette Marquardt
Hier hat es sich eine schlafende Wildbiene an einem kühlen Morgen in der Blüte des Natternkopfes gemütlich gemacht. Foto: NABU/Anette Marquardt
Auf der mageren, trockenen Natur nah dran Fläche in Radolfzell wachsen die Natternköpfe weniger hoch und passen sich den Gegebenheiten an. Foto: NABU/Anette Marquardt
Natternkopf mit Ackerhummel auf einer Natur nah dran Fläche in Renningen. Foto: NABU/Anette Marquardt
Auf sehr trockenen, sandigen und nährstoffarmen Standorten wie Ruderalflächen, entlang von Wegen oder an Bahndämmen herrschen extreme Bedingungen. Doch dem robusten Gewöhnlichen Natternkopf gelingt es, sich auch unter solchen Gegebenheiten als eine der Pionierpflanzen zu etablieren. Die borstig behaarten Blätter und Stängel minimieren die Verdunstung und dank der bis über zwei Meter langen Pfahlwurzel kommt er auch mit wenig Niederschlag zurecht.
Die zweijährige Pflanze bildet im ersten Jahr zunächst eine Blattrosette aus. Im zweiten Jahr entwickeln sich dann Triebe mit Blüten. Die Wuchshöhe liegt zwischen 25 und 100 Zentimetern, die Blütezeit zwischen Mai und Oktober.
Seinen Namen hat der Natternkopf aufgrund der Form seiner Einzelblüten erhalten: von der Seite betrachtet ähneln sie dem Kopf einer Natter, wobei der herausschauende Blütengriffel die Schlangenzunge darstellt. Die Blüten sind zunächst rosa bis violett, im Laufe der Zeit nehmen sie ein kräftiges Blau an. Charakteristisch sind auch die rötlichen Punkte auf dem Stängel.
Der Gewöhnliche Natternkopf ist eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Schmetterlings- und Wildbienenarten.
„Für zwei Wildbienen-Arten – die Natternkopf-Mauernbiene, Osmia adunca, und die Fels-Natternkopfbiene, Osmia anthocopoides – ist der Natternkopf sogar überlebenswichtig, da sie als oligolektische Arten, das heißt Pollenspezialisten, nur an Arten der Gattung der Natternköpfe Pollen sammeln.“
Martin Klatt, Artenschutzreferent und Wildbienen-Experte beim NABU Baden-Württemberg
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Mit einer NABU-Geschenkpatenschaft für Wildbienen oder Greifvögel und Eulen schenken Sie Ihren Lieben ein ganz besonderes Stück Natur.
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